Leitmedien

Konzepte – Relevanz – Geschichte, Band 1

Der Begriff des »Leitmediums« steht aktuell zur Disposition. Gibt es noch Leitmedien? Erregte früher meist der angenommene Einfluss von Leitmedien Besorgnis, scheint nun vielfach der behauptete Verlust ihres Gemeinschaft bzw. Identitäten stiftenden Potenzials Bedenken auszulösen. Als »Leitmedien« werden dabei in Forschung und Öffentlichkeit höchst unterschiedliche Gegenstände bezeichnet und normativ besetzt.

Die zwei Bände ordnen Standpunkte zum Konzept »Leitmedium« aus Kommunikations- und Medienwissenschaft und gehen der Frage nach, inwieweit es noch Leitmedien gibt.

Historische Entwicklungen früherer Leitmedien können die jetzige Situation verstehen helfen, ebenso wie umgekehrt die Beobachtung der aktuellen Situation historische Phänomene neu perspektivieren kann.

Inhalt

  1. Frontmatter

    Seiten 1 - 4
  2. Inhalt

    Seiten 5 - 8
  3. Vorwort

    Seiten 9 - 10
  4. Einleitung

    Seiten 11 - 28
  5. Historische und intermediale Entwicklungen von Leitmedien. journalistische Leitmedien in Konkurrenz zu anderen

    Seiten 29 - 52
  6. Leitmedien durch Präsenz. Anmerkungen zur Mediendynamik

    Seiten 53 - 70
  7. Gesellschaftliche Selbstbeobachtung und Koorientierung. Die Leitmedien der modernen Gesellschaft

    Seiten 71 - 92
  8. Die Funktion der Koorientierung für den Journalismus

    Seiten 93 - 112
  9. Kino-Öffentlichkeit. vom Umbruch der Medien zum Umbruch von Medienöffentlichkeiten

    Seiten 113 - 126
  10. Leitpotential kritischer Gegenöffentlichkeiten. eine kritische Meta-Analyse bisheriger Forschung

    Seiten 127 - 150
  11. Leitmedien als Indikatoren politischer Krisen und Umbrüche. Das Beispiel der Weimarer Republik

    Seiten 151 - 170
  12. Alte und neue Leitmedien aus Publikumssicht

    Seiten 171 - 198
  13. Dahinter steckt meistens ein kluger Kopf. Mehr und dissonantere Leitmedienlektüre infolge der Bildungsexpansion?

    Seiten 199 - 224
  14. Vom universellen zum vernetzten Intellektuellen. Die Transformation einer politischen Figur im Medienwandel von der Buchkultur zum Internet

    Seiten 225 - 246
  15. Das Internet als Leitmedium der Wissensgesellschaft und dessen Auswirkungen auf die gesellschaftliche Wissenskultur

    Seiten 247 - 266
  16. Social media und fotografische Praktiken. Eine Analyse der Auswirkung neuer Kommunikationstechnologien auf Schnappschussgewohnheiten

    Seiten 267 - 284
  17. "And Now Here is What Really Happened." CNN und Warblogs als konkurrierende Deutungsinstanzen im Irakkrieg 2003

    Seiten 285 - 310
  18. Das Mobiltelefon - Leitmedium moderner Arbeitsnomaden?

    Seiten 311 - 330
  19. " Das Volk folgt. Das sagt ja schon der Name." Paradoxe Diskurse um die Werbung als Leitmedium im Liberalismus

    Seiten 331 - 346
  20. Autorinnen und Autoren

    Seiten 347 - 349
  21. Backmatter

    Seiten 350 - 352
Mehr
€28.80 *

2009-11-27, 352 pages
ISBN: 978-3-8376-1028-4

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1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?

Der Begriff ›Leitmedien‹ ist seit einigen Jahren – mit nur leichter Übertreibung – überall und nirgends: überall wird er verwendet, nirgends wissenschaftlich erklärt. Der Begriff trifft angesichts des radikalen Umbruchs unseres Mediensystems einen Nerv, gleichzeitig aber wird er meist unreflektiert benutzt. Ausgehend von den wenigen Ausnahmen eröffnen die »Leitmedien«-Bände die wissenschaftliche Debatte über Begriff und Phänomen der ›Leitmedien‹.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

In den beiden »Leitmedien«-Bänden wird eine große Zahl von wissenschaftlichen Positionen zu den ›Leitmedien‹ versammelt und zwar sowohl aus sozial-, d. h. kommunikationswissenschaftlicher, auf den Journalismus ausgerichteter Perspektive (z.B. Jürgen Wilke) als auch aus dezidiert medienkulturwissenschaftlicher Perspektive (z.B. Michael Giesecke). Dieser Dialog über Fächergrenzen hinweg ist auch jenseits der ›Leitmedien‹-Diskussion ziemlich selten, erweist sich aber als sehr fruchtbar.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Die gesellschaftliche Debatte über die Zukunft der Leitmedien – respektive die Leitmedien der Zukunft – ist bereits im Gange. Die Medien, die Leitmedien-Status beanspruchen – Presse, Fernsehen – sind nervös, wie ihr Geschäftsmodell den Umbruch übersteht. Die Forschung muss sich damit auseinandersetzen und unsere Bände machen da einen Anfang, auch indem sie historische Entwicklungen untersuchen und den Begriff ›Leitmedien‹, z.T. auch fundamental, in Frage stellen.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Als früherer Journalist und Journalistik-Dozent bin ich da voreingenommen. Ich denke in erster Linie an ein Gespräch mit einem Verantwortlichen eines ›klassischen‹ (darf man altmodischen sagen?) Leitmediums gemäß der journalistischen Vorstellung von Ko-Orientierung, sagen wir mit Werner d'Inka von der FAZ.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Die Bände versammeln fächerübergreifend Beiträge zum aktuell viel – aber meist unreflektiert – diskutierten Begriff und Phänomen der ›Leitmedien‹.

Book title
Leitmedien Konzepte – Relevanz – Geschichte, Band 1
Publisher
transcript Verlag
Pages
352
Features
kart.
ISBN
978-3-8376-1028-4
DOI
Commodity Group
1744
BIC-Code
JFD
BISAC-Code
SOC052000
THEMA-Code
JBCT
Release date
2009-11-27
Edition
1
Topics
Medien
Readership
Medienwissenschaft, Kommunikationswissenschaft, Publizistik, Journalistik
Keywords/Tags
Media, Media Theory, Media History, Media Studies

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