Das Einpassen in den Ort

Der Alltag deutscher Finanzmanager in London und Singapur

Sie gelten als Agenten und Treiber der Globalisierung: die in den Finanzmetropolen tätigen Manager. In diesem reich bebilderten Buch werden erstmals hochmobile Expatriates in ihrem alltäglichen Handeln direkt an städtischen Orten betrachtet. Wo und warum halten sich die Finanzmanager in den Städten auf? Wie betrachten sie bestimmte urbane Orte und erleben diese?

Interviews und Beobachtungen zeigen die alltäglichen Handlungen der männlichen deutschen Finanzmanager in London und Singapur und lassen so die meist unsichtbar bleibenden Identitäten der weißen und globalen Elite sichtbar werden. Die vergleichende Analyse des Alltags in beiden Städten macht die Bedeutung des besonderen Ortes für das Handeln deutlich. Die ehemals koloniale Beziehung zwischen dem Zentrum London und der Peripherie Singapur ist noch heute für das Handeln der Finanzmanager bedeutsam. Es zeigt sich: Die Finanzmanager passen sich in den Ort ein.

€29.80 *

2009-02-27, 300 pages
ISBN: 978-3-8376-1129-8

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Lars Meier

Lars Meier, IAB in Nürnberg und TU Darmstadt, Deutschland

... mit Lars Meier

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?

Trotz der Finanzkrise bleibt der Alltag derjenigen, die als Antreiber der Globalisierung gelten, also die hochmobilen Finanzmanager und Expatriates, zumeist unsichtbar. In meinem Buch nehme ich diese Manager zusammen mit ihren Identitätsaufführungen als Deutsche, Weiße, Männer und globale Elite direkt an bestimmten Orten in London und Singapur in den Blick.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Durch offene Befragungen und Beobachtungen wird das Leben der Finanzmanager auch fern der Vorstellung, dass diese in einem homogenen globalen Raum leben, in seiner Differenzierung sichtbar. Deutsche Finanzmanager in zwei Städten zu betrachten, ermöglicht die Bedeutung des besonderen Ortes für das soziale Handeln aufzuzeigen. In dem Buch wird deutlich, dass Identitäten unterschiedlich aufgeführt werden: Weißsein oder globale Elite sein in London wird von den Finanzmanagern anders präsentiert als in Singapur. Die Finanzmanager passen sich in den Ort ein.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Mit der Betrachtung von Images, Emotionen, Handeln und körperlichen Praktiken zeige ich in dem Buch, dass auch für die hochmobilen Finanzmanager der Ort eine besondere Bedeutung hat: Fern von scheinbar homogenen globalen Räumen und vermeintlich uniformen Orten wie den Bürohochhäusern, Gated Communities, exklusiven Klubs oder Restaurants wird in dieser Arbeit das Spezifische dieser Orte deutlich.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit denjenigen, die von der Bedeutungslosigkeit spezifischer Orte für in transnationale Netze eingebundene Personen ausgehen. Mit Migrations-, Stadt- und Raumforschenden in der Soziologie, der Geografie und der Ethnologie und natürlich mit deutschen Expatriates und Finanzmanagern.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Ein Buch über die Wirkung des urbanen Ortes auf das alltägliche Handeln hochmobiler deutscher Finanzmanager in London und Singapur.

Author(s)
Lars Meier
Book title
Das Einpassen in den Ort Der Alltag deutscher Finanzmanager in London und Singapur
Publisher
transcript Verlag
Pages
300
Features
kart., zahlr. Abb.
ISBN
978-3-8376-1129-8
DOI
Commodity Group
1725
BIC-Code
JFSG
BISAC-Code
SOC026030
THEMA-Code
JBSD
Release date
2009-02-27
Edition
1
Topics
Globalisierung, Stadt, Migration
Readership
Soziologie, Geographie, Ethnologie, Volkskunde
Keywords/Tags
Urbanity, Space, Migration, Globalization, Urban Studies, Lifestyle, Sociology

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