Die Zukunft der Arbeit in Europa

Chancen und Risiken neuer Beschäftigungsverhältnisse

Erwerbsarbeit dominiert unser Leben. Seit der Industriellen Revolution im 19. Jahrhundert ist sie ins Zentrum des gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und politischen Lebens in Europa gerückt und bestimmt unsere gesellschaftliche Stellung sowie unsere Selbstdefinition. Mittlerweile ist das Normalarbeitsverhältnis in vielen Bereichen von neuen Formen der Arbeit abgelöst worden: Industrielle Produktion ist weitgehend automatisiert oder in Niedriglohnländer verlagert, prekäre Arbeitsverhältnisse haben Hochkonjunktur und die Arbeitslosigkeit hat sich auf einem hohen Niveau eingependelt.

Die Beiträge des Bandes nehmen diese Tendenzen auf und liefern Impulse für die Gestaltung des Lebens und Arbeitens in Europa.

Open Access

2015-09-27, 186 pages
ISBN: 978-3-8394-1217-6
File size: 3.01 MB

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Helmut König, RWTH Aachen, Deutschland

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Manfred Sicking, Stadt Aachen/RWTH Aachen, Deutschland

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1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?

Der Band liefert eine Zusammenstellung unterschiedlicher Perspektiven auf die Zukunft der Arbeit in Europa: Fragen der Bildung, der Arbeitsmigration, der Globalisierung, der Rollen von Männern und Frauen in Arbeitszusammenhängen werden hier in den Blick genommen. Nur wer diese vielfältigen Perspektiven zusammenbringt, kann eine fundierte Analyse gegenwärtiger Beschäftigungsverhältnisse und ihrer zukünftigen Tendenzen leisten. Unser Band liefert hierfür eine wichtige und ergiebige Grundlage.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Ein grundlegender Perspektivwechsel in der Diskussion wird möglich, wenn man begreift, wie beliebig das europäische Verständnis von Arbeit ist. Der Arbeitsbegriff wurde erst im 19. und 20. Jahrhundert auf Erwerbsarbeit reduziert. Um neue Möglichkeiten in der Gestaltung von Arbeitsstrukturen zu schaffen, plädiert Andreas Eckert für die Einbeziehung historischer und globaler Dimensionen von Arbeit in die europäische Konzeption.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in aktuellen Debatten in Wissenschaft und Gesellschaft zu?

Beispielsweise entpuppt sich Heinz Budes Befund, dass die soziale Unsicherheit die Mitte der Gesellschaft erreicht hat – also auch solche Schichten, die bislang als relativ gut situiert und krisenfest galten – immer deutlicher als zentrale Gegenwartsdiagnose. Spätestens seitdem die Gruppe der 20- bis 35-Jährigen als ›Generation prekär‹ oder als ›Krisen-Kinder‹ betitelt wird, ist auch die Frage nach der Bearbeitung biografischer Diskontinuität, wie sie Friedericke Hardering stellt, ins öffentliche Bewusstsein gerückt.

4. Welche besonderen Aspekte kann die wissenschaftliche Betrachtung in die öffentliche Diskussion einbringen?

Auch beim Thema Arbeit liegt der Verdienst wissenschaftlicher Analysen vornehmlich darin, auf die Komplexität des Forschungsfeldes hinzuweisen. Die versammelten Beiträge weisen u.a. darauf hin, dass die Gleichberechtigung zwischen Männern und Frauen auf dem Arbeitsmarkt sehr viel mehr erfordert als weitere Krippenplätze. Oder darauf, dass die Beschäftigung von Migrantinnen in europäischen Familien für die daheimgebliebenen Familien oft desaströse soziale Folgen hat.

5. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Jeder Aufsatz hat eine spezifische Ausrichtung. Als Ganzes genommen ist dies jedoch ein Buch für alle, die die Arbeitsverhältnisse in Europa mitgestalten (möchten).

6. Ihr Buch in einem Satz:

»Die Zukunft der Arbeit in Europa« beleuchtet die Facetten unserer Arbeitswelt und liefert Impulse dafür, diese gerechter und beschäftigungsfreundlicher zu gestalten.

Book title
Die Zukunft der Arbeit in Europa Chancen und Risiken neuer Beschäftigungsverhältnisse
Publisher
transcript Verlag
Pages
186
ISBN
978-3-8394-1217-6
DOI
Commodity Group
1724
BIC-Code
JHBL JPSN2 JFFM
BISAC-Code
SOC026000 POL011000 SOC050000
THEMA-Code
JHBL JPSN JBFQ
Release date
2015-09-27
Topics
Europa, Arbeit, Zeitdiagnose
Readership
Politische Wissenschaft, Soziologie, Philosophie, Gender Studies
Keywords/Tags
Work, Europe, Globalization, Education, Sociology of Work and Industry, European Politics, Social Inequality, Sociology

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