»Für Dein Alter siehst Du gut aus!«

Von der Un/Sichtbarkeit des alternden Körpers im Horizont des demographischen Wandels. Multidisziplinäre Perspektiven

»Für Dein Alter siehst Du gut aus!« – Diese Alltagsfloskel bezeugt die instabile Korrelation von Alter und körperlicher Verfasstheit und verweist zudem auf ein strenges Gebot: die Arbeit am eigenen Körper(-bild). Der »Kulturkörper« erscheint im Zeitalter der Postmoderne als form- und gestaltbar und ist zugleich Normierungsprozessen unterworfen. Die Beiträge dieses Bandes fokussieren alter(n)sbezogene Normierungen von Körpern und Körperbildern, wie sie gegenwärtig in diversen Diskursfeldern und Medien zu beobachten sind. Überlegungen aus mehreren Disziplinen werden zusammengeführt, um das komplexe Miteinander medial generierter Körpernormen und der Praktiken der Arbeit am Körperbild zu beleuchten.

Inhalt

  1. Frontmatter

    Seiten 1 - 4
  2. Inhalt

    Seiten 5 - 6
  3. Vorwort

    Seiten 7 - 8
  4. Einleitung:"Für Dein Alter siehst Du gut aus!" Körpernormierungen zwischen Temporalität und Medialität

    Seiten 9 - 32
  5. Himmlische Körper oder wenn der Körper den Geist aufgibt. Zur performativ produzierten Hinfälligkeit des Körpers

    Seiten 33 - 50
  6. ,Konsumklassizismus': Körperrasuren zwischen Pornographie und Zeitlosigkeit

    Seiten 51 - 68
  7. Natürlich künstlich glatte Haut. Demi Moore, Brigitte Nielsen und ihre Körpertechnologien in den Massenmedien

    Seiten 69 - 88
  8. Alte Liebe rostet nicht. Alterssexualität in der Ratgeberliteratur der 1980er und 1990er Jahre

    Seiten 89 - 106
  9. Zur medialen Repräsentation alter behinderter Körper in der Gegenwart

    Seiten 107 - 122
  10. Fremde im Spiegel: Körperwahrnehmung und Demenz

    Seiten 123 - 138
  11. Die Schwächung des Körpers im Lauf der Zeit - zur Bedeutung der Temporalität in den Körperkonzepten pflegebedürftiger Personen

    Seiten 139 - 154
  12. Zum Verhältnis von Körperlichkeit und Körpernormen: ethische Überlegungen

    Seiten 155 - 176
  13. "Man sieht Dir die Cyborg gar nicht an!" Über Altern und ,Cyborgisierungen'

    Seiten 177 - 196
  14. "Un/an/geeignete Andere" Temporalität als ,Altern' in der Gegenwartskunst

    Seiten 197 - 214
  15. Undoing Age. Die Performativität des alternden Körpers im autobiographischen Text

    Seiten 215 - 234
  16. "Wie spielt man Altsein?" Darstellungen des Alter(n)s im zeitgenössischen Theater

    Seiten 235 - 252
  17. Arbeit am Generationengefüge. Die fotografischen Körper der Annegret Soltau

    Seiten 253 - 268
  18. Autorinnen und Autoren

    Seiten 269 - 274
  19. Backmatter

    Seiten 275 - 278
Mehr
€26.80 *

2010-06-27, 278 pages
ISBN: 978-3-8376-1321-6

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1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?

Den in den modernen Bild- und Textmedien propagierten Normen des ›erfolgreichen Alterns‹ und den subtilen Zwängen der ›Arbeit gegen das Alter(n)‹ kann sich heute keine(r) wirklich entziehen. Der Band sensibilisiert für die mit dem Alter(n) verknüpften Körper(bild)normierungen und Prozesse der Pathologisierung und Ausgrenzung, die in den Diskursen über den demographischen Wandel und in den neuen Leitbildern von so genannten ›jungen Alten‹ tendenziell ausgeblendet werden.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Das Buch nimmt die mit der (massen-)medialen Popularisierung des ›Anti-ageing‹ und des ›erfolgreichen Alterns‹ verbundenen Prozesse altersbezogener Körpernormierungen als neue Formen biopolitischer Regulierung in den Blick, in denen der Imperativ der ›Selbstoptimierung‹ mit ästhetisch kodierten Idealen von Jugendlichkeit und Schönheit sowie Gesundheitsnormen in Gestalt körperlicher und geistiger Leistungsfähigkeit verknüpft wird.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Mit Blick auf das Wechselverhältnis von Körpernormen, Körpertechnologien und Praktiken der Arbeit am (eigenen) Körper(bild) werden kultur-, medien-, sozial- und geisteswissenschaftliche Perspektiven zusammengeführt. Die Beiträge fokussieren sich abzeichnende Prozesse einer Neuverhandlung der ›Natur des Alter(n)s‹, welche das Verhältnis von Natur und Kultur, Individuum und Körper, Materialität und Repräsentation, Norm und Abweichung neu figurieren und Fragen nach den Möglichkeiten kritischer Intervention aufwerfen.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit alten und jungen Leserinnen und Lesern.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Wer alt aussieht, ist selber schuld.

Author(s)
Sabine Mehlmann / Sigrid Ruby (Hg.)
Book title
»Für Dein Alter siehst Du gut aus!« Von der Un/Sichtbarkeit des alternden Körpers im Horizont des demographischen Wandels. Multidisziplinäre Perspektiven
Publisher
transcript Verlag
Pages
278
Features
kart., zahlr. Abb.
ISBN
978-3-8376-1321-6
DOI
Commodity Group
1728
BIC-Code
JFSP31 JHB
BISAC-Code
SOC013000 SOC022000
THEMA-Code
JBSP4 JHB
Release date
2010-06-27
Edition
1
Topics
Alter, Körper
Readership
Sozialwissenschaften, Literaturwissenschaft, Kunstgeschichte, Philosophie, Geschichte, Theologie
Keywords/Tags
Body, Media, Aging Studies, Cultural Studies

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