Europa – Antike – Humanismus

Humanistische Versuche und Vorarbeiten
(hg. von Hildegard Cancik-Lindemaier)

»Humanismus« ist ein junger, offener – und daher umstrittener – Begriff. Hubert Cancik zeichnet in diesem Band die Wurzeln des Humanismus nach, die aus Konzepten bestehen, die in Philosophie und Kunst, Ethik und Politik, Wissenschaft und Recht der Antike entwickelt wurden. In von Brüchen und Verwerfungen gekennzeichneten Rezeptionsschüben sind diese in die europäische Geschichte eingegangen und haben beim Aufbau einer zivilen Gesellschaft und der Proklamation der Menschenrechte mitgewirkt. Deren Anspruch, Gemeingut aller Menschen zu sein, unabhängig von Ethnien, Religionen, Klassen und Machtmitteln, ist, so zeigt dieses Buch, die Basis eines kritischen Humanismus, also des Angebots, eine Welt-Gesellschaft menschlich zu denken.

Inhalt

  1. Frontmatter

    Seite 1
  2. Editorial

    Seiten 2 - 4
  3. Inhalt

    Seiten 5 - 6
  4. Vorwort der Herausgeberin

    Seiten 7 - 10
  5. Europa - Antike - Humanismus

    Seiten 13 - 42
  6. Orte der ?Antike? in einer ?europäischen Religionsgeschichte?

    Seiten 43 - 82
  7. Classical Tradition, Humanity, Occidental Humanism

    Seiten 83 - 92
  8. Humanistische Begründung humanitärer Praxis

    Seiten 93 - 114
  9. Antikerezeption - Humanismus - humanitäre Praxis

    Seiten 117 - 134
  10. Die frühesten antiken Texte zu den Begriffen ?Menschenrecht?, ?Religionsfreiheit?, ?Toleranz?

    Seiten 135 - 150
  11. Moralische tolerantia - wissenschaftliche Wahrnehmung des Fremden - religiöse Freiheit und Repression

    Seiten 151 - 174
  12. Freiheit und Menschenwürde im ethischen und politischen Diskurs der Antike

    Seiten 175 - 190
  13. Die Begründung der Humanität bei Herder

    Seiten 191 - 210
  14. »Schule der Humanität«

    Seiten 211 - 234
  15. »Mensch als Mensch«

    Seiten 237 - 254
  16. Entrohung und Barmherzigkeit, Herrschaft und Würde

    Seiten 255 - 280
  17. Gleichheit und Freiheit

    Seiten 281 - 310
  18. Persona and Self in Stoic Philosophy

    Seiten 311 - 326
  19. ?Dignity of Man? and ?Persona? in Stoic Anthropology

    Seiten 327 - 354
  20. »Alle Gewalt ist von Gott«

    Seiten 357 - 386
  21. Christentum und Todesstrafe

    Seiten 387 - 438
  22. Antike Religionskritik im Colloquium Heptaplomeres

    Seiten 439 - 458
  23. Antike - Christentum - Humanismus

    Seiten 459 - 484
  24. Der Ismus mit menschlichem Antlitz

    Seiten 485 - 504
  25. Siglenverzeichnis

    Seiten 505 - 508
  26. Verzeichnis der Erstpublikation

    Seiten 509 - 512
  27. Register der Personen- und Ortsnamen

    Seiten 513 - 516
  28. Register der Begriffe und Sachen

    Seiten 517 - 521
  29. Backmatter

    Seiten 522 - 524
Mehr
€39.80 *

2011-09-16, 524 pages
ISBN: 978-3-8376-1389-6

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Hubert Cancik

Hubert Cancik, Universität Tübingen, Deutschland

... mit Hubert Cancik

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?

Die Frage verführt zu Überheblichkeit und ironischen Antworten. Deshalb eine Anekdote: Ein weiser Mann aus Indien wurde gefragt: ›Was halten sie von der europäischen Kultur?‹ Er antwortete: ›Das wäre eine gute Idee.‹

Das Buch zeigt die Entstehung dieser ›Idee‹, einige notwendige Elemente im Konstrukt einer ›europäischen Kultur‹ und Versuche, die ›Idee‹ auf die Füße zu stellen.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Die systematische und historische Begründung von Humanismus in seinen Aspekten ›Bildung‹ und ›Barmherzigkeit‹ ist eine Aufgabe gegenwärtiger Humanismusforschung. Die Erinnerung an anspruchsvolle Texte, an eindrückliche und oft missbrauchte Bilder, Personen, Ereignisse der Antike und ihrer europäischen Rezeption ist notwendig, aber nicht ausreichend. Hinzukommen muss die Begründung von Menschenrechten und Menschenwürde und die humanistische Begründung humanitärer Praxis.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Die kritische Analyse von Struktur und Geschichte des europäischen Humanismus ist eine Voraussetzung für die Bearbeitung der Frage, ob es außereuropäische Humanismen gebe und ob diese vereinbar seien mit den verschiedenen Ausprägungen der humanistischen Bewegung in Europa.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Am liebsten mit Johann Gottfried Herder, der aber z.Zt. in Weimar nicht erreichbar ist; mit Kurt Flasch (Mainz), Helmuth Hühn (Jena/Berlin), Volker Riedel (Berlin) und vielen anderen.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Das Buch lässt sich lesen als Anmerkung zu Friedrich Schillers Satz aus dem Jahr der Erklärung der Menschenrechte in Frankreich (1789): ›Unser menschliches Jahrhundert herbeizuführen, haben sich, ohne es zu wissen oder zu erzielen, alle vorhergehenden Zeitalter angestrengt.‹

Author(s)
Hubert Cancik
Further contributors
Herausgegeben von Hildegard Cancik-Lindemaier.
Book title
Europa – Antike – Humanismus Humanistische Versuche und Vorarbeiten
(hg. von Hildegard Cancik-Lindemaier)
Publisher
transcript Verlag
Pages
524
Features
kart.
ISBN
978-3-8376-1389-6
DOI
Commodity Group
1553
BIC-Code
HBLA HPCA JFC
BISAC-Code
HIS002000 PHI002000 PHI034000
THEMA-Code
NHC QDHA JBCC
Release date
2011-09-16
Edition
1
Topics
Mensch, Europa
Readership
Altertumswissenschaften, Geschichte, Literaturwissenschaft, Politikwissenschaft, Religionswissenschaft
Keywords/Tags
Human, Europe, Ancient History, Ancient Philosophy, Philosophy of Culture, Cultural Studies, History

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