Gesellschaftstheorie zwischen Autologie und Ontologie

Reflexionen über Ort und Gegenstand der Soziologie

Anhand des spannungsreichen Wechselspiels von »Autologie« und »Ontologie« arbeitet dieses Buch Konvergenzen und Konfliktlinien des gesellschaftstheoretischen Diskurses heraus. Ausgehend vom ersten expliziten Begründungsversuch der Soziologie durch Auguste Comte problematisiert Michael Beetz die zwischen Sozialtechnologie und soziologischer Aufklärung changierende Selbstverortung des Fachs sowie das Verhältnis von ideellen und materiellen Gegenstandsaspekten. Hieraus wird schließlich die gesellschaftstheoretische Konsequenz abgeleitet, »Organisation« und »Öffentlichkeit« als zentrale Mechanismen gesellschaftlicher Koordination aufzufassen.

€29.80 *

2010-03-29, 260 pages
ISBN: 978-3-8376-1446-6

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Michael Beetz

Michael Beetz, Universität Jena, Deutschland

... mit Michael Beetz

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?

Weil es den entscheidenden Schlüssel für eine längst überfällige Debatte liefert. Diskussionen über den gesellschaftlichen Ort der Soziologie und einzelne Aspekte ihres Gegenstands flackern immer wieder auf, werden aber nie konsequent zusammengeführt. Nur über eine soziologiegeschichtliche Aufarbeitung und Systematisierung solcher mit der Einheit der Soziologie verbundenen Fragen und Probleme kann der dazu erforderliche Schub erzeugt werden – in der für das Buch charakteristischen Zuspitzung.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Die Theoriegeschichte der Soziologie wird als Geschichte eines (dauerhaft ungelösten) Problems gedeutet. Dieses betrifft das Verhältnis von gesellschaftlicher Selbstverortung und soziologischer Gegenstandsauffassung. Desweiteren wird die Beziehung zwischen funktionaler Differenzierung und übergreifenden gesellschaftlichen Mechanismen untersucht, wodurch klassische gesellschaftstheoretische Konzepte wie ›formale Organisation‹ oder ›öffentliche Meinung‹ in neuem Licht erscheinen.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Für das Problem der gesellschaftlichen Bedingtheit akademischer Auffassungen hat bereits der die letzte Dekade prägende Trend zum Poststrukturalismus hinreichend sensibilisiert. In jüngster Zeit kommen in der Soziologie nun auch verstärkt Debatten zum Thema Ontologie auf, die den bislang deutlich negativ besetzten Begriff gleichsam zu rehabilitieren scheinen. Letztlich soll aber gerade das Buch selbst die implizite Bedeutung des Themas für den gesellschaftstheoretischen Diskurs herausarbeiten.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Ich erhoffe mir eine ebenso breite wie kritische akademische Auseinandersetzung. Von Wissenschaftshistorikern und Kennern der Soziologiegeschichte wünschte ich mir vielfältige Anregungen in zahlreichen Detailfragen. Gleiches gilt etwa für die berührten religionssoziologischen, medienwissenschaftlichen oder organisationstheoretischen Aspekte. Allen voran aber möchte ich das Buch mit allen intrinsisch motivierten Studierenden und gesellschaftstheoretisch interessierten Zeitgenossen diskutieren.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Der gesamte gesellschaftstheoretische Diskurs ist strukturell gesehen nicht viel mehr als eine unerschöpfliche Kritik am Positivismus Auguste Comtes.

Author(s)
Michael Beetz
Book title
Gesellschaftstheorie zwischen Autologie und Ontologie Reflexionen über Ort und Gegenstand der Soziologie
Publisher
transcript Verlag
Pages
260
Features
kart.
ISBN
978-3-8376-1446-6
DOI
Commodity Group
1722
BIC-Code
JHBA
BISAC-Code
SOC026000
THEMA-Code
JHBA
Release date
2010-03-29
Edition
1
Topics
Gesellschaft
Readership
Sozialwissenschaften, Soziologie
Keywords/Tags
Society, Sociological Theory, Sociology

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