Undisziplinierte Bilder

Fotografie als dialogische Struktur

Die ›Undisziplin‹ von Fotografien, ihre Nicht-Zugehörigkeit zu nur einer Forschungsdisziplin, führt zur Überwindung monodisziplinärer Deutungshoheiten und eröffnet neue Denkräume.

Die Beiträge dieses Bandes kombinieren mediale mit soziokulturellen Aspekten der Fotografie. Sie entwickeln daraus innovative Fragestellungen – dialogische Strukturen zwischen sozialwissenschaftlicher, historischer und konzeptionell-gestalterischer Bildforschung. Als Untersuchungen zur visuellen Kultur tragen sie zu einer Neubestimmung des Verhältnisses zwischen Bildtheorie und Bildpraxis bei und fordern zugleich eine neue Austauschqualität zwischen Wissenschaft und Kunst.

€29.80 *

2013-01-04, 354 pages
ISBN: 978-3-8376-1491-6

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1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?

Mit unserem Buch betreten wir Neuland. Wir stellen die Fotografie in den Mittelpunkt eines undisziplinierten Dialogs – zwischen verschiedenen Bilddisziplinen innerhalb des Wissenschaftssystems und zwischen Wissenschaft und Kunst. Dadurch ergibt sich ein neuer Denkraum. Dies betrifft einerseits Erkenntnispotenziale von Fotografien als Erscheinungsweisen einer visuellen Kultur. Andererseits geht es um Potenziale des empirischen Umgangs mit Fotografie(n) zur Lösung soziokultureller Fragestellungen.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Die Fotografie wird in unserem Buch zum Bindeglied zwischen sozialwissenschaftlicher/historischer Bildforschung und empirischer Bildpraxis. Sie bringt Bildtheoretiker und -praktiker zusammen und macht sie miteinander bekannt. Im Dialog der unterschiedlichen Umgangsweisen, Bildpraktiken und Fotografiefragen werden Gemeinsamkeiten deutlich, die zu einer verstärkten Zusammenarbeit an und mit fotografischen Bildern einladen, zu einer empirisch-wissenschaftlichen fotografischen Bildarbeit.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Technisch hergestellte Bilder stellen sich in unserer bildimmanenten, globaliserten Welt als zentrale Medien dar, die einer umfassenden Reflexion bedürfen. Die Erweiterung medien- und rezipientenorientierter Bildforschungen um Fragen von Bildpraxis und der Agency von Bildern unterstreicht dieses Ziel. Die Fotografie rückt aufgrund der Vielseitigkeit des Mediums und seiner Bilder als mehrdimensionale Ereignisse besonders in den Fokus wissenschaftlicher und künstlerischer Betrachtung.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Wichtig ist für uns ein Dialog über Disziplingrenzen hinweg. Fototheoretiker und -praktiker unterschiedlichster Professionen sollen über das Buch ins Gespräch kommen und über ihre Fotografieauffassungen und -sichtweisen diskutieren. Dieser Austausch soll Grundlage gemeinsamer Forschungsprojekte sein – möglichst in direkter Verbindung fototheoretischer Fragen und fotografischer Bildpraxis. Auf diese Weise entstehen neue Austauschqualitäten im Bereich der Bildwissenschaft.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Keine Angst vor der Undisziplin der Fotografie – sie eröffnet neue Denkräume.

Author(s)
Thomas Abel / Martin Roman Deppner (Hg.)
Book title
Undisziplinierte Bilder Fotografie als dialogische Struktur
Publisher
transcript Verlag
Pages
354
Features
kart., zahlr. z.T. farb. Abb.
ISBN
978-3-8376-1491-6
DOI
Commodity Group
1744
BIC-Code
JFD AJ ABA
BISAC-Code
PHO005000 ART009000 SOC052000
THEMA-Code
JBCT AJ ABA
Release date
2013-01-04
Edition
1
Topics
Fotografie, Bild
Readership
Bildwissenschaft, Soziologie, Geschichtswissenschaft, Visual Studies
Keywords/Tags
Photography, Media, Image, Visual Studies, Media Art, Fine Arts

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