Außenkulturpolitik

Internationale Beziehungen und kultureller Austausch

Sport, Künste, Wissenschaft und Personenaustausch stellen zentrale – aber viel zu wenig beachtete – Aspekte der Nationalstaatlichkeit und der internationalen Politik dar. Erstmals wird in diesem Buch in einer »Theorie der Außenkulturpolitik« gezeigt, dass sich Staaten durch Kultur zugleich voneinander differenzieren wie auch in ein positives Verhältnis zueinander treten können – und sich gerade in dieser Widersprüchlichkeit reproduzieren.

Auf der methodologischen Grundlage von Umberto Ecos Zeichentheorie verbindet Patrick Schreiner postklassische Ansätze der Nationalismusforschung mit poststrukturalistischen Ansätzen der Internationalen Beziehungen, um eine Theorie der Außenkulturpolitik zu entwickeln.

Auszeichnung

Rave-Forschungspreis für Auswärtige Kulturpolitik 

€35.80 *

2011-02-07, 448 pages
ISBN: 978-3-8376-1647-7

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Patrick Schreiner

Patrick Schreiner, Politikwissenschaftler und Germanist, Deutschland

... mit Patrick Schreiner

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?

Weil hier erstmals der Zusammenhang von Nationalstaatlichkeit und Außenkulturpolitik untersucht wird. Bislang hat man sich vorwiegend auf die ›großen Themen‹ konzentriert und gemeint, dort Antworten auf die wichtigsten Fragen zu internationaler Politik, Staatensouveränität und Nationalstaatlichkeit zu finden: Krieg und Frieden, Macht, Wirtschaft ... Mein Buch aber zeigt: Die vermeintlich abseitige und unwichtige Außenkulturpolitik kann uns mindestens genauso viele Antworten geben.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Thematisch die Perspektive auf ein nicht neues, aber doch sträflich vernachlässigtes Forschungsthema. Methodologisch die Perspektive auf eine bessere Einbindung semiotischer Ansätze in die Sozialwissenschaften, verbunden mit einer Weiterentwicklung interpretativer Ansätze im Allgemeinen. Aus disziplinärer Sicht wäre gewiss auch auf die Perspektive einer besseren Verknüpfung von Nationalismusforschung und den Internationalen Beziehungen zu verweisen.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Die von mir gewählten methodischen Ansätze – interpretative Sozialwissenschaft und Semiotik – können durchaus an aktuelle Forschungsdebatten anknüpfen. Stichwort: stärkere Berücksichtigung erkenntnistheoretischer Überlegungen als Grundlage für wissenschaftliches Arbeiten. Hingegen ist das Thema Außenkulturpolitik in aktuellen Debatten kaum präsent, was ja gerade eine Schwäche des Forschungsstandes darstellt. Meine Arbeit wirbt mit guten Argumenten dafür, diesem Politikfeld mehr Aufmerksamkeit zu schenken.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Ein Teil der sozialwissenschaftlichen Forschung bemüht sich, von vermeintlichen Gewissheiten wegzukommen und neue Ansätze, Themen oder Theorien aufzugreifen bzw. zu entwickeln. Auch ich stelle in meinem Buch viele solcher Gewissheiten in Frage. Genau hierüber würde ich gerne diskutieren – und zwar mit allen, die ähnliche kritische wissenschaftliche Interessen haben.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Das Politische der Außenkulturpolitik fußt darauf, dass sie vermeintlich unpolitisch ist – gerade damit aber zwischenstaatliche Relevanz bekommen kann.

Author(s)
Patrick Schreiner
Book title
Außenkulturpolitik Internationale Beziehungen und kultureller Austausch
Publisher
transcript Verlag
Pages
448
Features
kart.
ISBN
978-3-8376-1647-7
DOI
Commodity Group
1737
BIC-Code
JPS JPQB
BISAC-Code
POL011000 POL038000 POL028000
THEMA-Code
JPS JPQB
Release date
2011-02-07
Edition
1
Topics
Kultur, Politik
Readership
Semiotik, Politikwissenschaft, Soziologie, Internationales Recht, Kulturwissenschaften
Keywords/Tags
International Relations, Politics, Culture, Cultural Policy, Policy, Political Science

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