Die Kunst der Grenzüberschreitung

Postkoloniale Kritik im Spannungsfeld von Ästhetik und Politik

Kunst und Migration im »neuen Europa«? Unter Bezugnahme auf Liminalität – als zentrale Kategorie eines erweiterten Kunstbegriffs im Kontext von Postkolonialismus und Performativität – nimmt Anita Moser zeitgenössische intermediale Praktiken aus dem österreichischen (Grenz-)Raum in den Blick.

Anhand der exemplarischen Analyse prozesshafter Arbeiten von Franz Wassermann und der ausschnitthaften Darstellung von Projekten von Social Impact, Tanja Ostojic, Klub Zwei, Martin Krenn/Oliver Ressler, WochenKlausur u.a. werden wesentliche jüngere Entwicklungen in der (politischen) Kunst veranschaulicht, die die fundamentalen gesellschaftlichen Transformationen zum Gegenstand postkolonialer Kritik im Medium der Ästhetik machen. Die innovative Studie bietet kurzweilige Sozialgeschichte und »close reading« von Kunstprojekten in einem.

€32.80 *

2011-09-09, 332 pages
ISBN: 978-3-8376-1663-7

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Anita Moser

Anita Moser, Universität Salzburg/Mozarteum Salzburg, Österreich

... mit Anita Moser

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?

Das Buch beschäftigt sich sehr spezifisch mit einer Materie, die jede/-n Einzelne/-n, aber auch die Gesellschaft als Ganzes massiv tangiert: aktuelle Migrationen, Grenzen und deren Effekte. Im Zentrum steht dabei die Frage: Wie reagiert Kunst darauf? Letztlich geht es bei diesem aktuellen Thema um die alte Überlegung: Wie bringt sich Kunst in ein politisch brisantes Thema ein und was kann sie ›bewirken‹?

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Das Buch zeichnet die Entwicklung kolonialismus- und rassismuskritischer Kunst im Österreich der letzten 15 Jahre nach. Das künstlerische Engagement – und hier richtet sich das Hauptaugenmerk auf Arbeiten mehrheitsangehöriger Künstler/-innen – wird vor dem Hintergrund der realpolitischen, (neo-)kolonialistisch geprägten Verhältnisse nach der ›Wende‹ sichtbar gemacht und anhand einzelner Beispiele exemplarisch analysiert. Eine derartige wissenschaftliche Aufarbeitung fehlte bis dato.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Die ›Blütezeit‹ des Postcolonial Turn ist zwar vorbei, dessen Thesen und Erkenntnisse sind jedoch gerade in Bezug auf die Gegenwart Mitteleuropas relevanter denn je – und dies erfordert neue Ansätze in den Kulturwissenschaften. Das Buch setzt daher einem vielfach primär auf literarische Texte gerichteten Fokus, dem häufig auch die Anbindung globaler Beobachtungen an lokale Gegebenheiten fehlt, eine andere Perspektive entgegen, indem es lokales – sozialkritisch und politisch engagiertes – künstlerisches Handeln

untersucht.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit Künstler/-innen und Kulturwissenschaftler/-innen, die im Jahr 2150 auf ihre mitteleuropäische Gesellschaft blicken und diese kritisch ›bearbeiten‹. Mit welchen Ansätzen und Mitteln geschieht das? Welche Themen sind virulent? Was ist von heutigen künstlerischen Positionen geblieben? Wer sind die neuen ›Ahnen‹ oder Vorbilder?

5. Ihr Buch in einem Satz:

Perspektiven auf aktuelle politische Kunst aus dem österreichischen (Grenz-)Raum im Kontext von (illegalisierter) Migration, Rassismuskritik und Postkolonialismus.

Author(s)
Anita Moser
Book title
Die Kunst der Grenzüberschreitung Postkoloniale Kritik im Spannungsfeld von Ästhetik und Politik
Publisher
transcript Verlag
Pages
332
Features
kart.
ISBN
978-3-8376-1663-7
DOI
Commodity Group
1582
BIC-Code
ACX HBTR
BISAC-Code
ART015110 POL045000
THEMA-Code
AGA NHTR
Release date
2011-09-09
Edition
1
Topics
Postkolonialismus, Kunst
Readership
Kulturwissenschaften, Postcolonial Studies, Kunstgeschichte, Komparatistik
Keywords/Tags
Arts, Migration, Postcolonialism, Art History of the 20th Century, Cultural Studies, Fine Arts

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