Medien – Diskurs – Weltpolitik

Wie Massenmedien die internationale Politik beeinflussen

Beeinflussen Massenmedien den Gang der internationalen Politik? Alexander Brand gibt hierauf eine differenzierte Antwort, die Medien weder zu Sündenböcken für fehlgeschlagene politische Projekte macht noch deren eigenständige Wirkmächtigkeit abstreitet. Auch widerspricht er einer technologiefixierten Lesart, wie sie bei der Rede vom »CNN-Effekt« oder der »Twitter-Revolution« dominiert.

Auf der Basis eines modifizierten konstruktivistischen Ansatzes für die Internationalen Beziehungen erläutert die Studie, wo genau sich Medieneffekte in internationalen politischen Dynamiken niederschlagen – und zeigt, dass dies weder einseitig gerichtet noch mit durchweg erwartbaren Konsequenzen geschieht.

€39.80 *

2012-02-03, 530 pages
ISBN: 978-3-8376-1831-0

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Alexander Brand

Alexander Brand, Hochschule Rhein-Waal (Kleve), Deutschland

... mit Alexander Brand

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?

Weil es versucht, ein gewisses Maß an Ordnung in Debatten zu bringen, die zwar zu Recht, oft aber auch eindimensional bzw. unter ganz verschiedenen Perspektiven – und damit eigentlich über ›unterschiedliche Dinge‹ – geführt werden. Ich schlage demgegenüber einen begrifflichen und konzeptuellen Rahmen vor, innerhalb dessen sich über grenzüberschreitende Medienwirkungen und deren politische Bedeutsamkeit sprechen lässt.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Es versucht, Medienwirkungen im internationalen Raum in deren Vielgestaltigkeit als politisch bedeutsame Erscheinungen fassbar zu machen. Der Kerngedanke ist, die Dimension der Bedeutungskonstruktion in und zwischen Gesellschaften als zentrales Untersuchungsfeld auszuweisen. Obendrein versucht es, die Debatten um den Konstruktivismus, die in den akademischen Internationalen Beziehungen geführt werden, erneut auf ebendiese Dimension tatsächlicher Bedeutungsproduktion (in Diskursen) hinzuweisen.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

In den Medien- und Kommunikationswissenschaften macht das Thema einen Gutteil des Forschungsinteresses aus, allerdings oftmals ohne nach den politischen Implikationen der Forschungsergebnisse zu fragen. Politikwissenschaft und Internationale Beziehungen, so unterstelle ich, hegen ein grundsätzliches Interesse, machen aber aus method(olo)gischen Gründen lieber einen Bogen um das Thema.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

(Hypothetisch:) Antonio Gramsci, Michel Foucault (nicht sehr originell, ich weiß ...).

(Auch hypothetisch, aber prinzipiell noch möglich:) Noam Chomsky, Wadah Khanfar (ehem. Al-Jazeera), Rupert Murdoch, Peter L. Berger, Thomas Luckmann.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Medien beeinflussen internationale Politik: nicht immer, aber immer öfter, und nie eindimensional – das Buch zeigt, wie man das begreifen kann.

Author(s)
Alexander Brand
Book title
Medien – Diskurs – Weltpolitik Wie Massenmedien die internationale Politik beeinflussen
Publisher
transcript Verlag
Pages
530
Features
kart., zahlr. Abb.
ISBN
978-3-8376-1831-0
DOI
Commodity Group
1737
BIC-Code
JPS JFFS JFD
BISAC-Code
POL011000 POL033000 SOC026000 SOC052000
THEMA-Code
JPS GTQ JBCT
Release date
2012-02-03
Edition
1
Topics
Globalisierung, Medien, Politik
Readership
Politikwissenschaft, Internationale Beziehungen, Medienwissenschaft
Keywords/Tags
Media, Politics, Globalization, International Relations, Sociology of Media, Political Theory, Political Science

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