Was ist Kulturwissenschaft?

Zehn Antworten aus den »Kleinen Fächern«

Die Kultur- und Geisteswissenschaften durchlaufen derzeit einen fundamentalen Wandlungsprozess: Mit den neuen Herausforderungen der Globalisierung werden europäische geisteswissenschaftliche Kategorien zunehmend in Frage gestellt und neu reflektiert. Insbesondere die »Kleinen Fächer« werden sich angesichts dessen nur behaupten können, wenn sie sich innovativen kulturwissenschaftlichen Fragestellungen öffnen, die die gegenwärtigen globalen Zustände kritisch zu durchdringen vermögen.

Die Beiträge des Bandes zeigen, inwieweit die »Kleinen Fächer« tatsächlich bereit sind, diesen »Cultural Turn« zu vollziehen, inwiefern eine kulturwissenschaftliche Ausrichtung diese Fächer stärkt und fragen, ob eine solch verbindende Perspektive disziplinenübergreifend zur Orientierung verhilft.

€29.80 *

2012-01-16, 316 pages
ISBN: 978-3-8376-1863-1

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Stephan Conermann

Stephan Conermann, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität zu Bonn, Deutschland

... mit Stephan Conermann

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?

Die sogenannten ›Kleinen Fächer‹ stehen heute angesichts zahlreicher Sparmaßnahmen und Umverteilungsprozesse im Rahmen der Exzellenzinitiative in vielen Universitäten unter einem enormen Druck. Aus diesem Grund ist es für diese Disziplinen überlebenswichtig, sich durch die Öffnung für kulturwissenschaftliche Fragestellungen für größere interdisziplinäre Forschungsfragen anschlussfähig zu machen.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Das Buch zeigt, dass in vielen ›Kleinen Fächern‹ bereits intensiv über die Notwendigkeit kulturwissenschaftlicher Hinsichten und Konzepte reflektiert wird. Dabei gibt es natürlich fachspezifische Unterschiede, aber insgesamt gesehen wird deutlich, dass die Disziplinen in der Regel bereits viele kulturwissenschaftliche Themen

bearbeiten, ohne allerdings den Schulterschluss mit anderen Fächern zu suchen. Hier muss man in Zukunft ansetzen und auch einmal Verbundforschungsprojekte entwickeln.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Kulturwissenschaftliche Theorieangebote kommen in der Regel aus den sogenannten ›Großen Fächern‹, doch können natürlich auch – wie etwa Jan Assmann gezeigt hat – ›Kleine Fächer‹ die Diskussion entscheidend vorantreiben. Es ist vor allem auch die außereuropäische Perspektive, die viele unserer Disziplinen für den kulturwissenschaftlichen Mainstream interessant machen und eurozentrische Sichtweisen und Positionen hinterfragen.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Eine intensive Diskussion mit Vertretern der auf Europa bezogenen Literatur- und Geschichtswissenschaften wäre sicher sehr interessant und fruchtbar. Wenn es um Einzelpersonen geht, so drängen sich hier natürlich Doris Bachmann-Medick, die Autorin des wegweisenden Werkes ›Cultural Turns. Neuorientierungen in den Kulturwissenschaften‹ (2006), die Braunschweiger Kulturgeschichtlerin Ute Daniel oder der in Gießen lehrende Anglist Ansgar Nünning als hochgradig spannende Gesprächspartner/innen auf.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Die sogenannten ›Kleinen Fächer‹ sind erkennbar auf einem sehr guten Weg, sich kulturwissenschaftlich zu öffnen und dadurch an übergeordneten Forschungsfragen gleichberechtigt zu partizipieren.

Author(s)
Stephan Conermann (Hg.)
Book title
Was ist Kulturwissenschaft? Zehn Antworten aus den »Kleinen Fächern«
Publisher
transcript Verlag
Pages
316
Features
kart., zahlr. Abb.
ISBN
978-3-8376-1863-1
DOI
Commodity Group
1510
BIC-Code
JFC JHMC
BISAC-Code
SOC022000 SOC002010
THEMA-Code
JB JBCC JHMC
Release date
2012-01-16
Edition
1
Topics
Kultur
Readership
Ägyptologie, Alte Geschichte, Gräzistik, Islamwissenschaft, Japanologie, Judaistik, Kunstgeschichte, Latinistik, Mittlere und Neuere Geschichte, Musikwissenschaft, Orientalische Kunstgeschichte, Religionswissenschaft, Sinologie, Tibetologie, Volkskunde
Keywords/Tags
Culture, Cultural Studies, Cultural Theory, Cultural Anthropology, Ethnology

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