Vergessene Zukunft

Radikale Netzkulturen in Europa

Mitte der 1990er Jahre ist in Europa eine vielfältige Netzkultur entstanden. Während die US-amerikanische Szene den Cyberspace als Raum jenseits der Politik imaginierte, waren die europäischen Netzpioniere darauf bedacht, die Möglichkeiten des Internet für neue politische und kulturelle Initiativen in der realen Gesellschaft zu nutzen.

Anhand von Zeitdokumenten, aktuellen Textbeiträgen und Interviews geht dieser Band erstmals auf die kritische Haltung europäischer Netzkulturen ein. Die Beiträge liefern so wichtige Referenzpunkte zur Gestaltung unserer techno-kulturellen Gegenwart jenseits von Facebook und Google.

Inhalt

  1. Frontmatter

    Seiten 1 - 4
  2. Inhalt

    Seiten 5 - 8
  3. Von Knoten zu Knoten. Eine Einleitung

    Seiten 9 - 14
  4. Kapitelübersicht

    Seiten 17 - 18
  5. Kreative Milieus

    Seiten 19 - 26
  6. Öffentlicher Raum und politische Öffentlichkeit

    Seiten 27 - 32
  7. Die Wiederaneignung von Räumen und symbolischer Kultur

    Seiten 33 - 38
  8. nettime - Fortsetzung folgt ?

    Seiten 39 - 46
  9. Universalität revisited!

    Seiten 47 - 52
  10. Interview mit Thomas Lehner

    Seiten 53 - 58
  11. Interview mit Andreas Broeckmann

    Seiten 59 - 62
  12. Interview mit Eric Kluitenberg

    Seiten 63 - 68
  13. Interview mit Rasa Smite

    Seiten 69 - 74
  14. Interview mit Pit Schultz

    Seiten 75 - 80
  15. Interview mit Marko Peljhan

    Seiten 81 - 84
  16. Dokumente

    Seiten 85 - 108
  17. Kapitelübersicht

    Seiten 111 - 112
  18. Geschichtsvergessenheit

    Seiten 113 - 118
  19. Die Erfindung der Eventarbeit

    Seiten 119 - 124
  20. Mit langem Atem am kurzen Arm

    Seiten 125 - 130
  21. Independent Space Travel

    Seiten 131 - 136
  22. Italienischer Cyberpunk

    Seiten 137 - 144
  23. Interview mit Gerald Raunig

    Seiten 145 - 150
  24. Interview mit Klaus Schönberger

    Seiten 151 - 156
  25. Interview mit Konrad Becker und Martin Wassermair

    Seiten 157 - 164
  26. Interview mit Christina Goestl

    Seiten 165 - 170
  27. Interview mit Mike Bonanno

    Seiten 171 - 176
  28. Interview mit Katja Diefenbach

    Seiten 177 - 182
  29. Dokumente

    Seiten 183 - 214
  30. Kapitelübersicht

    Seiten 217 - 218
  31. Selbermachen statt teilnehmen

    Seiten 219 - 226
  32. Netzkulturknoten servus.at Linz

    Seiten 227 - 232
  33. Nachhaltige Netzwerke

    Seiten 233 - 238
  34. The Network is the Message!

    Seiten 239 - 244
  35. DIY or die?

    Seiten 245 - 252
  36. Interview mit Francisco de Sousa Webber

    Seiten 253 - 258
  37. Interview mit Herbert Gnauer

    Seiten 259 - 264
  38. Interview mit Chris Kummerer

    Seiten 265 - 270
  39. Interview mit Marie Ringler

    Seiten 271 - 276
  40. Interview mit Petja Dimitrova

    Seiten 277 - 280
  41. Interview mit Wolfgang Sützl

    Seiten 281 - 284
  42. Dokumente

    Seiten 285 - 312
  43. Public Netbase Veranstaltungsliste (1994 - 2006)

    Seiten 315 - 338
  44. Autorinnen und Autoren

    Seiten 339 - 343
  45. Backmatter

    Seiten 344 - 348
Mehr
€32.80 *

2012-01-31, 348 pages
ISBN: 978-3-8376-1906-5

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1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?

Weil die Diskussion um die digitale Gesellschaft gerade erst begonnen hat ernsthaft geführt zu werden. Dazu bedarf es einer historisch informierten Perspektive, welche aktuelle Positionen in einen breiteren Kontext zu setzen weiß. So waren es u.a. die ›Netzpioniere‹ der 1990er Jahre, die sich experimentell und kritisch mit den neuen Technologien auseinandergesetzt haben. Sie bilden gleichsam den Ort, an dem utopische und ästhetische Momente der digitalen Kultur erfahrbar und damit diskutierbar bleiben.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Im Gegensatz zu bisherigen Veröffentlichungen über die US-amerikanische Cyberkultur und ihren Einfluss auf den Rest der Welt, wirft unser Buch einen Blick auf die europäischen Netzkulturen. Ausgehend von einem ihrer zentralen Knoten, nämlich der Wiener Medienplattform ›Public Netbase‹ (1994-2006), wird dabei die These vertreten, dass es diesen vor allem um die realpolitische Implementierung der neuen Kulturtechnologien und weniger um deren Virtualisierung ging.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Gerade in jüngster Zeit lässt sich ein gesteigertes Interesse an Themen der Netzkultur feststellen, was nicht zuletzt an der Vielzahl aktueller Publikationen zu Facebook, Google und Co. ersichtlich wird. Aber auch die zum Teil heftig geführte Debatte in Zusammenhang mit WikiLeaks oder die taktische Mediennutzung im ›Arabischen Frühling‹ haben gezeigt, dass die Diskussion über die Rolle digitaler Medien weit über den akademischen Kreis hinausreicht und noch lange nicht abgeschlossen ist.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Am liebsten mit einer breiten Öffentlichkeit, die sich eine Zukunft jenseits von Facebook und Google vorstellen kann und will. Dazu zählen neben Kunst- und Kulturschaffenden auch Entwickler/-innen, die diese Alternativen bauen können, und Politiker/-innen, welche die hierfür notwendigen Rahmenbedingungen schaffen müssen. Eine öffentliche Debatte ist nötig, wollen wir uns die Zukunft nicht alleine von Konzernen diktieren lassen.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Trotz der Kommerzialisierung durch Web 2.0 trägt das Internet immer noch das Versprechen einer Demokratisierung in sich. Wir müssen uns nur daran erinnern!

Author(s)
Clemens Apprich / Felix Stalder (Hg.)
Book title
Vergessene Zukunft Radikale Netzkulturen in Europa
Publisher
transcript Verlag
Pages
348
Features
kart., zahlr. Abb.
ISBN
978-3-8376-1906-5
DOI
Commodity Group
1744
BIC-Code
JFD
BISAC-Code
SOC052000 HIS054000
THEMA-Code
JBCT1
Release date
2012-01-31
Edition
1
Topics
Medien, Internet
Readership
Kultur- und Medienwissenschaften sowie eine interessierte Öffentlichkeit aus Kunst- und Kulturschaffenden
Keywords/Tags
Social Media, Media Art, Internet, Media, Digital Media, Media History, Media Studies

 

Bilder zum Buch (.tif)

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