Biosecurity

Biomedizinisches Wissen zwischen Sicherheit und Gefährdung

»Biosecurity« – hinter diesem Schlagwort verbirgt sich ein komplexes sicherheitspolitisches Konzept, das seit den Terroranschlägen vom 11. September 2001 in vielen Schattierungen Eingang in unseren Alltag gefunden hat. Die Kulturwissenschaftlerin und Ärztin Petra Dickmann beleuchtet die Bedrohung durch biologische Waffen und möglichen Missbrauch biomedizinischen Wissens im Hinblick auf ihre gesellschaftlichen Auswirkungen. Ihre Analyse wirft ein Schlaglicht auf die biopolitischen Hintergründe der Debatten und beschreibt, wie entsprechende Restriktionsversuche zu einer asymmetrischen Kommunikation führen, die letztlich eine filigrane Militarisierung des öffentlichen Forschungssektors nach sich zieht.

€29.80 *

2011-12-06, 240 pages
ISBN: 978-3-8376-1920-1

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Petra Dickmann

Petra Dickmann, London School of Economics and Political Science (LSE), Großbritannien

... mit Petra Dickmann

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?

Ende November 2011. Ein holländischer Forscher mixt das Vogelgrippevirus mit Schweinegrippevirus – mit welchem Resultat? Ein neues Grippevirus entsteht, das so tödlich ist wie die Vogelgrippe (Mortalität ca. 70%) und so ansteckend wie die Schweinegrippe. Die wissenschaftliche Welt hält den Atem an: Darf der das?

»Biosecurity« gibt zwar keine einfachen Antworten auf diese ›dual use‹ Forschung, doch öffnet es den Raum, diese aktuellen gesellschaftlichen Kontroversen neu zu führen.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Wissenschaftliche Neugier gerät häufig mit gesellschaftlichen Konventionen in Konflikt – neu an der aktuellen Debatte zur Forschung in Zeiten von Bioterrorismus ist, dass sie in einer Kommunikationsgesellschaft stattfindet. Darf der holländische Forscher diese Experimente durchführen? Sollte er die Ergebnisse auch veröffentlichen dürfen? Kann man in einer Welt, in der alles sofort ›gepostet‹ wird, überhaupt Forschungsergebnisse zurückhalten – auch wenn man damit verhindern will, dass sie in ›falsche Hände‹ geraten?

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

»Biosecurity« öffnet den Blick hinter die Kulissen einer asymmetrische Kommunikation, die unsere Gesellschaften durchzieht. Dabei bleibt das Buch nicht bei den gewohnten Begriffspaaren und Denkkonventionen stehen, sondern bietet eine aktuelle sicherheitspolitische und kulturwissenschaftliche Neubewertung der Risiken an.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

»Biosecurity« reflektiert eine Gesellschaft, in der Wissenschaft, Gesundheit und Innere Sicherheit zusammengerückt sind – und die gesellschaftliche Wahrnehmung auf vielen Ebenen prägen. Daher würde ich gerne diskutieren mit:

Schulklassen, die Facebook nicht mehr aus ihrer Welt denken können,

Sicherheitsexperten, die um die Ambivalenzen von Forschung wissen,

mit Entscheidungsträgern, die auf der Suche sind nach einer neuen und adäquaten Risikobewertung,

und Journalisten, die diese und andere Öffentlichkeiten herstellen können.

5. Ihr Buch in einem Satz:

»Biosecurity« ist eine kulturwissenschaftliche Antwort auf aktuelle sicherheitspolitische Fragen, die neue Horizonte eröffnet und neue Risikobewertungen ermöglicht.

Author(s)
Petra Dickmann
Book title
Biosecurity Biomedizinisches Wissen zwischen Sicherheit und Gefährdung
Publisher
transcript Verlag
Pages
240
Features
kart.
ISBN
978-3-8376-1920-1
DOI
Commodity Group
1724
BIC-Code
PDR JPA JFFH MBS
BISAC-Code
SCI075000 POL010000 SOC057000
THEMA-Code
PDR JPA JBFN MBS
Release date
2011-12-06
Edition
1
Topics
Medizin, Biopolitik, Wissenschaft
Readership
Kulturwissenschaften, Politik, Kommunikationswissenschaften, Sicherheitspolitik, Gesundheitspolitik, Public Health
Keywords/Tags
Terrorism, Science, Medicine, Biopolitics, Sociology of Science, Sociology of Medicine, Political Science, Sociology

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