Knoten und Kanten 2.0

Soziale Netzwerkanalyse in Medienforschung und Kulturanthropologie

Leben in sozialen Gemeinschaften funktioniert nicht ohne Vernetzung! So zählen soziale Netzwerkseiten im Internet inzwischen mehrere Millionen Mitglieder – und auch themen- und wissensbasierte Gemeinschaften vernetzen sich zunehmend virtuell in Online-Communitys. Doch was ist neu daran? Soziale Netzwerke waren auch im vordigitalen Zeitalter schon der Kitt, der Gemeinschaften verbunden und zusammengehalten hat.

»Knoten und Kanten 2.0« unternimmt eine Zusammenschau aktueller und herkömmlicher Formen sozialer Vernetzung. Die Beiträge richten einen interdisziplinären Blick auf soziale Netzwerke und laden zu einem Dialog über Konstanten und Unterschiede in virtuellen und Face-to-Face-Netzwerken ein.

€33.80 *

2012-04-02, 318 pages
ISBN: 978-3-8376-1927-0

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1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?

Der neue Band von »Knoten und Kanten« setzt die disziplinübergreifende Auseinandersetzung mit der sozialen Netzwerkanalyse anhand von Beispielen aus der medienwissenschaftlichen und kulturanthropologischen Praxis konsequent fort. Er widmet sich damit zwei Bereichen, die bisher relativ unverbunden nebeneinander standen: Netzwerken in neuen Medien und ›herkömmlichen‹ Netzwerken des Alltags. Wir verstehen ihn somit als weiteren Baustein und Werkstattbericht in diesem lebendigen Dialog zwischen den Disziplinen.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

»Knoten und Kanten 2.0« rückt das Nebeneinander verschiedener Beziehungsformen in den Mittelpunkt und beschäftigt sich sowohl mit dem Wandel als auch mit der individuellen Bedeutung von Beziehungen zwischen verschiedenartigen Akteurstypen (etwa Personen und Institutionen) und Beziehungsformen (face-to-face und virtuell). Theoretisch wie praktisch geht es dabei um den Umgang mit Beziehungen und ihren Konsequenzen, aber auch um Chancen für das moderne Zusammenleben.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Untersuchungen über Beziehungen, die unter den Bedingungen der Internetkommunikation zustande kommen, deuten auf eine Persistenz von Netzwerkstrukturen hin: Kleine-Welt-Phänomene treten ebenso auf wie Rollenverteilungen und Positionen. Die Studien werfen z.B. Fragen der kollektiven Selbstorganisation auf: Organisiert sich eine kollektive Online-Community ähnlich wie eine Kleingruppe unter isolierten Bedingungen? Gerade durch die Zusammenschau ist der Band nicht nur für Wissenschaftler, sondern auch für Praktiker interessant.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Wir wünschen uns einen munteren Austausch mit allen, die sich mit den Strukturen der Netzwerkgesellschaft auseinandersetzen. Theoretisch eröffnen wir sowohl den Blick auf die Vertreter des relationalen Ansatzes in den Sozialwissenschaften als auch auf die Väter der Netzwerkanalyse in der Sozialanthropologie. Eine Diskussionsrunde bestehend aus Harrison White und Mustafa Emirbayer sowie Max Gluckmann und Alfred R. Radcliffe-Brown aus der alten Manchester Schule, wäre sicher spannend.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Unser Band bringt erstmalig Netzwerkstudien zu ›alten‹ face-to-face-Beziehungen und ›neuen‹ virtuellen Beziehungsstrukturen und -gewohnheiten disziplinübergreifend zusammen.

Book title
Knoten und Kanten 2.0 Soziale Netzwerkanalyse in Medienforschung und Kulturanthropologie
Publisher
transcript Verlag
Pages
318
Features
kart., zahlr. z.T. farb. Abb.
ISBN
978-3-8376-1927-0
DOI
Commodity Group
1744
BIC-Code
JFD JHMC
BISAC-Code
SOC052000 SOC002010
THEMA-Code
JBCT1 JHMC
Release date
2012-04-02
Edition
1
Topics
Sozialität, Internet
Readership
Soziologie, Psychologie, Pädagogik, Kommunikations-, Medien- und Kulturwissenschaften, Ethnologie, (Kultur-)Anthropologie, Volkskunde, Völkerkunde
Keywords/Tags
Culture, Media, Internet, Social Relations, Social Media, Sociology of Media, Cultural Anthropology, Media Studies, Sociology

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