Krieg bloggen

Soldatische Kriegsberichterstattung in digitalen Medien

Blogs von Soldaten aus dem Irakkrieg sind Teil bedeutsamer Umstrukturierungen unserer Medienkultur: Soldaten werden zu Journalisten, persönliche Botschaften zu Kriegsberichterstattung. Johanna Roering beschreibt erstmals systematisch dieses Phänomen, indem sie Darstellungsverfahren und Kommunikationsprozesse in »Military Blogs« untersucht. Dabei wird deutlich, dass »Military Blogs« gleichzeitig der interpersonalen Kommunikation dienen und sich in einen online stattfindenden »Infowar« einfügen. Hoffnungen auf kriegskritische Augenzeugenberichte werden meist enttäuscht. Dennoch: »Military Blogs« eröffnen dem Leser eine soldatische Perspektive auf den Komplex »Irakkrieg« – von der Militärstrategie bis hin zu Themen wie posttraumatischem Stress.

€29.80 *

2012-10-09, 306 pages
ISBN: 978-3-8376-2004-7

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Johanna Roering

Johanna Roering, Universität Tübingen, Deutschland

... mit Johanna Roering

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?

»Krieg bloggen« beschäftigt sich mit einem neuen und bisher fast unerforschten Thema: Blogs von amerikanischen Soldaten aus einem Kriegsgebiet. Diese Blogs bieten Einblick in den soldatischen Alltag im Irak, die Interaktion von Soldaten mit ihren Familien zu Hause und in die strategische Kriegsführung im Internet. Das Buch bietet dem Leser nicht nur eine historische Bestandsaufnahme dieses komplexen Phänomens, sondern diskutiert auch die Entwicklung von Kriegsdarstellung innerhalb übergreifender, medienkultureller Umstrukturierungen.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Die Betrachtung soldatischer Kriegsberichterstattung ist oft von der Sehnsucht nach einer unverfälschten Perspektive auf Krieg geprägt. Krieg bloggen geht das Thema anders an: Nicht die Potenziale, sondern die Merkmale und die Funktionen der Blogs stehen im Vordergrund. Military Blogs können dann als neue Form der digitalen Kriegsdarstellung und als Kommunikationsmittel eines militärischen Netzwerks begriffen werden, in dem die interpersonale Kommunikation zwischen Familienmitgliedern im Vordergrund steht.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Aktuelle Forschungsdebatten beschäftigen sich intensiv mit den Wirkungen und Möglichkeiten der digitalisierten Medienkultur. »Krieg bloggen« gewährt einen aktuellen und um Ausgewogenheit bemühten Forschungsbeitrag zu diesem Thema – und ein aufschlussreiches Fallbeispiel, denn soldatische Blogs bieten nicht nur eine multimediale und vielstimmige digitale Kriegsberichterstattung, sondern auch die Umstrukturierung etablierter Hierarchien in der Kriegskommunikation.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit meinen Fachkollegen, einflussreichen Bloggern und denjenigen Pentagon-Mitarbeitern, die sich mit den Potenzialen von Military Blogs in der Information Warfare beschäftigen und am liebsten mit allen Gruppen gemeinsam.

5. Ihr Buch in einem Satz:

»Krieg bloggen« analysiert Military Blogs und leistet so einen Beitrag zum Verständnis der vielschichtigen Umstrukturierungen unserer digitalisierten Medienkultur.

Author(s)
Johanna Roering
Book title
Krieg bloggen Soldatische Kriegsberichterstattung in digitalen Medien
Publisher
transcript Verlag
Pages
306
Features
kart., zahlr. Abb.
ISBN
978-3-8376-2004-7
DOI
Commodity Group
1744
BIC-Code
JFD
BISAC-Code
SOC052000
THEMA-Code
JBCT1
Release date
2012-10-09
Edition
1
Topics
Internet, Gewalt
Readership
Kommunikations- und Medienwissenschaft, Literaturwissenschaft, Kulturwissenschaft, Militärwissenschaft
Keywords/Tags
Media, Internet, Violence, Digital Media, Conflict Studies, Media Studies

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