Rock & Religion

Eine Kulturgeschichte der christlichen Popmusik in den USA

»Reborn to be wild!« – seit Ende der 1960er Jahre verkünden wiedergeborene Christen diesen Schlachtruf zu den Klängen von Rock- und Popmusik. Heute existiert in den USA nicht nur eine vielfältige und millionenschwere christliche Musikindustrie; auch im musikalischen Mainstream gelingt es christlichen Künstlern zunehmend, sich erfolgreich zu etablieren.

Mit dem genuin amerikanischen Phänomen Christian Pop untersucht Bärbel Harju ein facettenreiches Spannungsfeld an der Schnittstelle von Religiosität und Kommerz. Auf der Basis einer Fülle an Interviews und Primärquellen wird Christian Pop so erstmals umfassend in der amerikanischen Kulturgeschichte verankert.

Auszeichnung

Förderpreis 2013 der Münchner Universitätsgesellschaft

€28.80 *

2012-09-07, 272 pages
ISBN: 978-3-8376-2050-4

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Bärbel Harju

Bärbel Harju, Ludwig-Maximilians-Universität München, Deutschland

... mit Bärbel Harju

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?

Entgegen der vielfach beschworenen Säkularisierung steigt die Religiosität weltweit. Nicht nur religiöser Fundamentalismus ist auf dem Vormarsch – auch subtilere Formen von religiöser Einflussnahme lassen sich beobachten. Denn Religion ist heute zunehmend auch Popkultur, christliche Musik eine millionenschwere Industrie. Die Vereinigten Staaten gelten hierbei als Vorreiter. Eine kulturhistorische Analyse der evangelikalen Popmusikkultur in den USA hilft, das Phänomen insgesamt besser zu verstehen.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Religion als Pop bedeutet keineswegs Verweltlichung. ›Christian Pop‹-Künstler setzen einen modernen Evangelisierungsstil um, indem sie subtile Botschaften in massenkompatiblen Musikstücken transportieren. Erst durch die Warenförmigkeit des religiösen Angebots wird dieses im ›marketplace of culture‹ konkurrenzfähig. Gerade in den USA ist die Verwendung moderner Medien und Vermarktungsstrategien seit jeher eng mit der Geschichte evangelikaler Religiosität verknüpft.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Das Interesse an Fragestellungen, die sich mit der Schnittstelle zwischen Religion, Medien und Popkultur auseinandersetzen, wächst. Häufig jedoch wird die Kommerzialisierung von Religion als Verlustgeschichte dargestellt. Meine kulturhistorische Analyse von christlicher Popmusik beweist das Gegenteil und liefert ein Erklärungsmodell für die Vitalität, Komplexität und anhaltende Relevanz von evangelikaler Religion in den USA.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit Bob Dylan, der sich Ende der 1970er Jahre als wiedergeborener Christ bezeichnete und mit ›Slow Train Coming‹ und ›Saved‹ zwei Alben veröffentlichte, deren religiöse Inhalte zahlreiche evangelikale Christen zu Dylan-Fans werden ließ.

5. Ihr Buch in einem Satz:

›Christian Pop‹ bezeugt das Potenzial religiöser Kommerzialisierungsstrategien: Religion als Popkultur ist vital, nicht Religion ›light‹.

Author(s)
Bärbel Harju
Book title
Rock & Religion Eine Kulturgeschichte der christlichen Popmusik in den USA
Publisher
transcript Verlag
Pages
272
Features
kart.
ISBN
978-3-8376-2050-4
DOI
Commodity Group
1558
BIC-Code
HBJK HBTB AVA AVGP
BISAC-Code
HIS036000 HIS054000 MUS020000
THEMA-Code
NHK NHTB AVA AVLP
Release date
2012-09-07
Edition
1
Topics
Popkultur, Religion, Amerika, Musik
Readership
Amerikanistik, Kulturwissenschaften, Geschichte, Musikwissenschaften, Religionswissenschaften, Sozialwissenschaften, Medienwissenschaften
Keywords/Tags
Music, Religion, Culture, Pop Music, Popular Culture, America, American History, Cultural History, Religious Studies, History

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