verorten – verkörpern – verunsichern

Eine Geschlechtergeografie der Schweizer Sicherheits- und Friedenspolitik

Seit den späten 1980er Jahren liefert die Perspektive der Critical Geopolitics Beiträge zum Zusammenspiel von Raum, Politik und Macht, weitgehend ohne die Kategorie »Geschlecht« zu thematisieren. Mit der Analyse der Schweizer Sicherheits- und Friedenspolitik schließt Bettina Fredrich diese Forschungslücke. Anhand von Interviews u.a. mit Militärs und FriedensaktivistInnen legt sie dar, wie »Raum« und »Geschlecht« in Sicherheitsdiskursen geordnet werden. Dabei zeigt sich, dass »Geschlecht« in diesen Debatten zwar berücksichtigt wird, dass spezifische Geschlechterstereotype aber persistent artikuliert werden. Die Studie ist für die Felder der Internationalen Beziehungen und der Geschlechterforschung ebenso interessant wie für die Geografie.

€32.80 *

2012-06-14, 302 pages
ISBN: 978-3-8376-2063-4

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Bettina Fredrich

Bettina Fredrich, Universität Bern, Schweiz

... mit Bettina Fredrich

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?

Die heutige Zeit wird geprägt von Debatten über Wirtschaftskrise, politische Unruhen und Terrorismus. In diesem Kontext werden politische Anliegen oft mit der Herstellung von Sicherheit legitimiert, ohne dass eine kritische Reflexion stattfindet. Die Praxis der Schweizer Sicherheits- und Friedenspolitik im Fokus, weist das Buch auf Ein- und Ausschlussmechanismen von Geschlecht im Sicherheitsdiskurs hin und liefert einen kritischen Beitrag zu den Machtverhältnissen im Kontext von Sicherheit.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Die Forderung, Geschlecht im Kontext von Sicherheit zu berücksichtigen, ist heute in der Schweizer Sicherheits- und Friedenspolitik breit verankert. Es zeigt sich aber, dass essentialisierende Geschlechterstereotype die Diskussion dominieren und geschlechterdifferenzierende Sicherheit mehrheitlich auf weibliche Sicherheit reduziert wird. Die Studie schließt deshalb mit der Forderung, Sicherheit als Begriff zu re-politisieren und Diskriminierung im Kontext von Sicherheit sichtbar zu machen.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Die Politische Geographie beschäftigt sich seit längerem mit dem Zusammenspiel von Raum, Macht und Politik, weitgehend ohne die Bedeutung von Geschlecht in diesem Kontext zu berücksichtigen. Die vorliegende Studie stellt bei der Analyse der Schweizer Sicherheits- und Friedenspolitik die Geschlechterfrage ins Zentrum. Aus der Perspektive der Feministischen Politischen Geographie wird Sicherheit als Praxis diskutiert, die Geschlecht und Raum auf spezifische Art und Weise ordnet.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Einerseits mit den Akteurinnen und Akteuren der Schweizer Sicherheits- und Friedenspolitik im weiteren Sinne: Welchen Gewinn sehen sie in der Perspektive der Feministischen Politischen Geographie bezüglich ihres Arbeits- und Aktionsfeldes? Andererseits bin ich auch an einem Austausch mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern interessiert, die Sicherheit und/oder Geschlecht zum Kernthema ihrer Forschung gemacht haben.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Das Buch ermöglicht, Machtverhältnisse im Kontext von Sicherheitspraktiken zu erkennen und Sicherheit als verhandelbaren Prozess zu verstehen.

Author(s)
Bettina Fredrich
Book title
verorten – verkörpern – verunsichern Eine Geschlechtergeografie der Schweizer Sicherheits- und Friedenspolitik
Publisher
transcript Verlag
Pages
302
Features
kart.
ISBN
978-3-8376-2063-4
DOI
Commodity Group
1662
BIC-Code
RGC JFSJ GTJ
BISAC-Code
SOC015000 SOC032000 POL034000
THEMA-Code
RGC JBSF GTU
Release date
2012-06-14
Edition
1
Topics
Geschlecht, Politik, Raum
Readership
Geografie, Geschlechterforschung, (Feministische) Internationale Beziehungen
Keywords/Tags
Gender, Politics, Gender Studies, Space, Social Geography, Conflict Studies, Geography

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