Technology Fiction

Technische Visionen und Utopien in der Hochmoderne

Zu den zentralen Merkmalen der Hochmoderne zählte ein von technischen Visionen und Utopien befeuertes szientistisches Fortschrittsversprechen. Anhand historischer Fallstudien zu zeitgenössischen Technikdiskursen und den dabei vorgenommenen Bedeutungszuschreibungen untersuchen die Beiträge in diesem Band, welche Rolle technische Visionen und Utopien bei der Entstehung und für das robuste Beharrungsvermögen des omnipräsenten Technikoptimismus spiel(t)en. Neben Energie- und Mobilitätsvisionen werden spezifisch sozialistische Technikutopien sowie Medien der Popularisierung in den Blick genommen.

€33.80 *

2012-09-20, 308 pages
ISBN: 978-3-8376-2072-6

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Uwe Fraunholz, Technische Universität Dresden, Deutschland

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1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?

Auf den ersten Blick geht es in unserem Buch um ›Visionen und Utopien, die die Welt nicht braucht(e)‹. Den Lesern/-innen wird aber deutlich werden, dass gerade auch die technische Dimension der angeblich so rationalen Moderne auf Zukunftsträume und -bilder angewiesen war (und ist). Das Bewusstsein für diese technische ›Wiederverzauberung‹ der Welt zu schärfen, ist eines unserer Anliegen.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Ist in den Geistes- und Sozialwissenschaften von Utopien die Rede, sind meist politische Entwürfe gemeint. Dementsprechend dominiert im akademischen Utopiediskurs bisher weitgehend eine ideengeschichtlich-philosophische Perspektive, die, selbst wenn sie die technische Dimension in den Blick nimmt, dabei kaum die konkrete materiale Kultur betrachtet. Wir glauben aber, dass sich das Möglichkeitsdenken als eine zentrale Kategorie westlicher Gesellschaften auch genau in dieser wiederfindet und präsentieren daher historische Fallstudien, die den Zusammenhang zwischen utopischem Denken und technischer Kultur beleuchten.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Wenn man die technisierte Fortschrittsgewissheit der Moderne als ein quasireligiöses Phänomen im Sinne einer ›innerweltlichen Transzendenz‹ begreift, dann liefert das Buch – aus unerwarteter Richtung – interessante Beiträge zu in den letzten Jahren wieder intensivierten Debatten über das Verhältnis von Technik, Religion und Gesellschaft.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Zuallererst natürlich mit den ›Helden‹ des Buches: Technikern und Ingenieuren. Darunter speziell die gegenwärtigen Hohepriester des ›technischen Fortschritts‹, die wohl vor allem im Bereich der Kommunikations- und Informationstechnologien zu finden sind: Marvin Minsky, Hans Moravec, Ray Kurzweil oder Nicholas Negroponte wären beispielsweise interessante Gesprächspartner.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Wer Visionen hat, braucht nicht zum Arzt gehen – er befindet sich in bester Gesellschaft.

Author(s)
Uwe Fraunholz / Anke Woschech (Hg.)
Book title
Technology Fiction Technische Visionen und Utopien in der Hochmoderne
Publisher
transcript Verlag
Pages
308
Features
kart., zahlr. Abb.
ISBN
978-3-8376-2072-6
DOI
Commodity Group
1557
BIC-Code
TBX PDX HBLW
BISAC-Code
TEC056000 SCI034000 HIS037070
THEMA-Code
TBX PDX
Release date
2012-09-20
Edition
1
Topics
Technik
Readership
Geschichtswissenschaft, Technik- und Wissenschaftsgeschichte, Science and Technology Studies (STS), Kulturwissenschaften, Medienwissenschaften
Keywords/Tags
Technology, History of Technology, History of Science, History of the 20th Century, Sociology of Science, History

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