Das Forschen aller

Artistic Research als Wissensproduktion zwischen Kunst, Wissenschaft und Gesellschaft

Wie muss sich Forschung verändern, wenn sie nicht länger als ein Privileg der Wissenschaften verstanden wird? Und was können künstlerische Verfahren dazu beitragen?

Mit wissenspolitischen Analysen und detaillierten Fallstudien zwischen Performance, Ethnographie, Aktivismus und Materialwissenschaft porträtieren die Beiträge dieses Bandes »Artistic Research« als Versuch, Forschungsprozesse so zu gestalten, dass alle Mitglieder der Gesellschaft daran mitwirken können.

Der Band stellt die Debatte um »Artistic Research« vom Kopf auf die Füße: Es geht keineswegs nur um die Frage, ob und wann Kunst Forschung ist – sondern vielmehr darum, wie die Teilhabe aller an den Prozessen der Wissensproduktion zwischen Kunst, Wissenschaft und Gesellschaft in Zukunft organisiert werden soll.

€29.80 *

2013-04-26, 262 pages
ISBN: 978-3-8376-2172-3

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Sibylle Peters

Sibylle Peters, Fundus Theater Hamburg, Deutschland

... mit Sibylle Peters

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?

Das Buch stellt einen wichtigen Beitrag zur aktuellen Diskussion um künstlerische Forschung dar. Es enthält grundlegende und auch kritische Beiträge von bedeutenden Vertreter/-innen dieser Debatte wie Gabriele Brandstetter, Tom Holert, Heike Roms und Ulrike Bergermann. Vor allem aber macht der Band den Versuch, die Frage nach dem gesellschaftlichen Warum und Wofür künstlerischer Forschung neu zu beantworten. In zahlreichen Beiträgen wird konkret geschildert, wie künstlerische Forschung dazu beitragen kann, Menschen außerhalb von Kunstdiskurs und Universität in Forschungsprozesse einzubinden.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Das Buch will ein Auftakt dafür sein, den Diskurs der künstlerischen Forschung für den Diskurs der sogenannten partizipatorischen Forschung zu öffnen und zwar nicht nur mit einer weiteren Grundsatzdebatte, sondern anhand von Analysen und Erfahrungsberichten aus der erfolgreichen Forschungspraxis. So enthält das Buch beispielsweise den ersten übersetzten Text zur Arbeit der Material's Library (London) von Zoe Laughlin und eine detaillierte Beschreibung der kollektiven Forschungsprozesse, die zur Entstehung der Gruppe LIGNA und ihrer Praxis des Radioballetts geführt haben.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Das Buch enthält zahlreiche Beiträge von Mitgliedern des künstlerisch-wissenschaftlichen Graduiertenkollegs ›Versammlung und Teilhabe. Urbane Öffentlichkeit und performative Künste‹ wie Gesa Ziemer, Inga Reimers, Esther Pilkington und Elise von Bernstorff. Es legt Überlegungen und Erfahrungen offen, die in die Gründung des Kollegs mit eingegangen sind. Analysiert wird in diesem Zusammenhang auch die Praxis des Forschungstheaterprogramms am Hamburger FUNDUS THEATER, das gemeinsam mit der Hafencity Universität und dem K3-Zentrum für Choreographie das Kolleg träg. Seit zehn Jahren werden hier szenische Forschungsprojekte durchgeführt, in denen Kinder, Künstlern/-innen und Wissenschaftlern/-innen gemeinsam forschen.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Ich würde mir wünschen, dass das Buch nicht nur von Leuten gelesen wird, die sich bereits im Diskurs um künstlerische Forschung engagieren. Gern würde ich es auch mit Aktivisten/-innen aus dem Spannungsfeld Kunst/Politik/Forschung und im Kontext der Debatte um kulturelle Bildung als Forschung diskutieren. Zugleich ist das Buch ein Angebot an Vertreter/-innen der transdisziplinären und der partizipatorischen Forschung, die aus eher kunstfernen Wissenskulturen kommen: Das Buch zeigt auf, was künstlerische Forschung zu dem gemeinsamen Anliegen beitragen kann, Forschung und Wissensproduktion demokratischer zu gestalten.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Mit wissenspolitischen Analysen und detaillierten Fallstudien zwischen Performance, Ethnographie, Aktivismus und Materialwissenschaft porträtieren die Beiträge dieses Bandes »Artistic Research« als Versuch, Forschungsprozesse so zu gestalten, dass alle Mitglieder der Gesellschaft daran mitwirken können.

Author(s)
Sibylle Peters (Hg.)
Book title
Das Forschen aller Artistic Research als Wissensproduktion zwischen Kunst, Wissenschaft und Gesellschaft
Publisher
transcript Verlag
Pages
262
Features
kart.
ISBN
978-3-8376-2172-3
DOI
Commodity Group
1724
BIC-Code
PDR ABA
BISAC-Code
SCI075000 ART009000
THEMA-Code
PDR ABA
Release date
2013-04-26
Edition
1
Topics
Kunst, Wissenschaft
Readership
Science Studies, Kulturwissenschaft, Theaterwissenschaft, Sozialwissenschaften, Pädagogik
Keywords/Tags
Cultural Education, Science, Arts, Sociology of Science, Theory of Art, Theatre Studies, Sociology

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