Geschlecht als Artefakt

Regulierungsweisen in Erwerbsarbeitskontexten

Erwerbsarbeit und ein Feld multipler Körper – Karen Wagels konzeptualisiert Geschlecht aus einer subjekttheoretischen Perspektive und nimmt dabei Prozesse der Verkörperung in ihrer Dynamik und grundlegenden Relationalität in den Blick. Ausgehend von Interviews mit Menschen, die aus unterschiedlichen sexuell-geschlechtlichen Selbstpositionierungen ihre Wahrnehmungen und Erfahrungen in Erwerbsarbeitskontexten beschreiben, macht die empirische Studie heteronormative Strukturen in ihren machtvoll produktiven Anteilen wie auch in ihrer Veränderbarkeit sichtbar. Zugleich wird ein fundiertes Verständnis sexuell-geschlechtlicher Subjektivierungsweisen in und durch Erwerbsarbeit ermöglicht.

Auszeichnung

Promotionspreis des FB 03 der Uni Marburg

€29.80 *

2013-01-17, 276 pages
ISBN: 978-3-8376-2226-3

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Karen Wagels

Karen Wagels, Universität Kassel, Deutschland

... mit Karen Wagels

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?

»Geschlecht als Artefakt« stellt die Wahrnehmung, Aneignung und Umarbeitung von Geschlecht auf einer körperlichen Ebene ins Zentrum der Betrachtung. Es basiert auf Gesprächen mit Menschen, die sich nicht eindeutig einem Geschlecht zuordnen lassen (wollen): In Femme-, Drag King- und Transmann-Zusammenhängen ebenso wie in Lesben-Netzwerken und auf Trans*Konferenzen wird gesellschaftliches Wissen produziert, mit dem die Veränderung einer heteronormativen Ordnung denk- und spürbar wird.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Queere Körperpraktiken und sexuell-geschlechtliche Selbstpositionierungen werden häufig in ihren subkulturellen Bezügen thematisiert. In diesem Buch werden Kontexte zueinander in Beziehung gesetzt: Es geht um die Wahrnehmungen und Erfahrungen von Menschen, die Raum für Selbstreflektion und differentes Werden in den Erwerbsarbeitskontexten schaffen, in denen sie sich bewegen. Sichtbar werden nicht nur geschlechtsspezifische Strukturierungen, sondern vielmehr die Arbeit an den Grenzen.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Geschlecht in Erwerbsarbeitskontexten ist ein fundiert und differenziert bearbeitetes Thema in der Geschlechterforschung. Während die gesellschaftlich hegemoniale Folie der Zweigeschlechtlichkeit genutzt wird, um Zuschreibungen, Hierarchisierungen und Ausschlüsse sichtbar zu machen, geht es bei »Geschlecht als Artefakt« um die normative Dimension des Begriffs Geschlecht selbst: In welchen Prozessen vollziehen sich Vereindeutigungen? Und welche Weisen der Überschreitung lassen sich aufzeigen?

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Geschlechterforschern/-innen, Körper- und Arbeitssoziologen/-innen sowie allen, die bereit sind, über die gesellschaftliche Bedeutung und Wirkung von Geschlecht und Sexualität, über Ambivalenzen, Widersprüche und Ausschlüsse – auch im eigenen Erleben – nachzudenken.

5. Ihr Buch in einem Satz:

»Geschlecht als Artefakt« thematisiert Realisierungen und Passungen sowie die unentwegte Arbeit an den Grenzen von Geschlecht.

Author(s)
Karen Wagels
Book title
Geschlecht als Artefakt Regulierungsweisen in Erwerbsarbeitskontexten
Publisher
transcript Verlag
Pages
276
Features
kart.
ISBN
978-3-8376-2226-3
DOI
Commodity Group
1726
BIC-Code
JFSJ JHBL JFSK
BISAC-Code
SOC032000 SOC026000 SOC012000
THEMA-Code
JBSF JHBL JBSJ
Release date
2013-01-17
Edition
1
Topics
Arbeit, Geschlecht
Readership
Soziologie, Kulturwissenschaft, Philosophie, Erziehungswissenschaft, Gender und Queer Studies
Keywords/Tags
Gender, Sexuality, Body, Work, Gender Studies, Sociology of Work and Industry, Queer Theory, Sociology

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