Rap in Deutschland

Musik als Interaktionsmedium zwischen Partykultur und urbanen Anerkennungskämpfen

Rap – für die einen der Inbegriff des subversiven Widerstands einer marginalisierten Unterschicht, für die anderen klanglicher Ausdruck von Homophobie, Misogynie und Gewaltverherrlichung. Vergessen wird dabei oft, dass Rap in erster Linie Partymusik ist. Seit der Entstehung des Stils in den 1970er Jahren ist die HipHop-Kultur ein stark umkämpftes Terrain. Ayla Güler Saieds Studie legt den empirischen Fokus auf die Biographien von Rapperinnen und Rappern verschiedener Genres und bettet diese in die theoretische Analyse der Entstehungsgeschichten des HipHop in Deutschland und den USA ein. Auf diese Weise wird eine neue Perspektive auf das Phänomen Rap enthüllt, welche die Grenzen der hegemonialen Diskurse verschiebt.

€29.80 *

2012-12-17, 310 pages
ISBN: 978-3-8376-2251-5

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Ayla Güler Saied

Ayla Güler Saied, Universität zu Köln, Köln, Deutschland

... mit Ayla Güler Saied

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?

HipHop ist weltweit die einzige (Jugend)Kultur, die seit nunmehr vier Dekaden global und lokal Anklang findet. In Deutschland steckt die HipHop-Forschung im Vergleich zu den USA noch in Kinderschuhen. Daher ist das Buch als wichtiger Beitrag zu einem bisher unzureichenden – oder zu einseitig – erforschten Bereich zu sehen.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Es wird eine Perspektive eröffnet, die alle Bandbreiten des Rap mit einbezieht und weit davon entfernt ist, eine romantische Verklärung zu betreiben, wie es oftmals im ideologisch überlagerten Rap-Diskurs zu beobachten ist. Durch den Einbezug der historischen, politischen sowie sozialen Hintergründe in den USA und der BRD entsteht ein erweiterter Blick auf Rap, der jenseits ethnisierender Praktiken verortet ist.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Das Buch hat einen facettenreichen theoretischen sowie empirischen Teil, der interdisziplinäre Andockungsmöglichkeiten bietet. Dabei stehen neben der Rap-Musik, die Spannungsverhältnisse von Selbst- und Fremd-Repräsentations-Praktiken im Vordergrund, die von gesamtgesellschaftlicher Relevanz sind. Da Rapper/-innen ihre Stimme im hegemonialen Diskurs platzieren, und dadurch eine Verschiebung der Definitionsmacht stattfindet, hat das Buch eine sehr hohe Relevanz für die aktuelle Forschungsdebatte.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit Tricia Rose und Afrika Bambaataa.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Ein Buch, das mit Mythen aufräumt und jegliche Kategorisierungen

dekonstruiert.

Author(s)
Ayla Güler Saied
Book title
Rap in Deutschland Musik als Interaktionsmedium zwischen Partykultur und urbanen Anerkennungskämpfen
Publisher
transcript Verlag
Pages
310
Features
kart.
ISBN
978-3-8376-2251-5
DOI
Commodity Group
1510
BIC-Code
JFCA AVA AVGP
BISAC-Code
SOC022000 MUS020000
THEMA-Code
JBCC1 AVA AVLP
Release date
2012-12-17
Edition
1
Topics
Stadt, Musik, Popkultur
Readership
Soziologie, Kulturwissenschaften, Musikwissenschaften, Politikwissenschaften, Erziehungswissenschaften sowie die interessierte Öffentlichkeit
Keywords/Tags
Racism, Migration, Popular Culture, Music, Urbanity, Pop Music, Cultural Studies, Urban Studies

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