Drogenprostitution

Eine intersektionale Betrachtung zur Handlungsfähigkeit drogengebrauchender Sexarbeiterinnen

Dieses Buch gibt Einblicke in die Lebenswelt drogengebrauchender Sexarbeiterinnen. Entlang von Interviews wird illustriert, wie sie trotz ihrer Verletzungen handlungsfähig sind und täglich um ihre Würde ringen. Mithilfe poststrukturalistischer Theorien und der intersektionalen Mehrebenenanalyse werden die massiven Ausbeutungsverhältnisse untersucht und im Zuge dessen die dichotome Opfer- und/oder Täterinnenperspektive auf »Drogenprostituierte« dekonstruiert. Um der Sprach- und der damit verbundenen Rechtlosigkeit von »Drogenprostituierten« begegnen zu können, werden zudem Strategien der Selbstermächtigung vorgeschlagen.

Das Buch eröffnet dadurch neue Perspektiven auf die Praxis der Sozialen Arbeit.

€34.80 *

2013-05-07, 452 pages
ISBN: 978-3-8376-2352-9

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Kathrin Schrader

Kathrin Schrader, Technische Universität Hamburg-Harburg, Deutschland

... mit Kathrin Schrader

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?

Dieses Buch versucht konsequent die Methode der intersektionalen Mehrebenenanalyse dafür zu nutzen, einer Gruppe von Subalternen eine Stimme im gesellschaftlichen Diskurs zu geben. Deshalb nehmen auch die Interviewaussagen einen erheblichen Raum ein, um dieses wertvolle Material und die wissenschaftliche Erkenntnis den Leser/-innen auf gleicher ›Augenhöhe‹ vorzustellen.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Die angewendete Methode zeigt einen Weg auf, wie man aus dem Dilemma Differenz versus Gruppismus in der Sozialen Arbeit herauskommen und durch Einbettung performativer Theoriegebäude in die intersektionale Analyse eine Essentialisierung vermieden werden kann.

Das Buch eröffnet die Möglichkeit am Beispiel drogengebrauchender Sexarbeiterinnen, eingefahrene Denkmuster von Opfer und Täterin aufzulösen und sie als handlungsfähig zu sehen, ohne dabei die Gewalt- und Herrschaftsverhältnisse zu vernachlässigen.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Intersektionalität ist eine Sichtweise, die in der qualitativen Sozialforschung immer mehr an Bedeutung gewinnt. Das Buch zeigt auf, welches Potenzial und welche Grenzen diese Methode in der praktischen Anwendung hat.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Diese Frage ist relativ leicht zu beantworten: Am liebsten würde ich das Buch mit meinen Interviewpartnerinnen diskutieren – was allerdings ein Wunsch bleiben wird, weil die Frauen auf Grund ihres täglichen Überlebenskampfes keine Zeit dafür oder diesen bereits verloren haben.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Der Buchumfang ist eine Zumutung, aber man wird durch überraschende Erkenntnisse belohnt, die entstehen, weil die Forscherin mit einer Gruppe von Subalternen in einen ergebnisoffenen Dialog tritt.

Author(s)
Kathrin Schrader
Book title
Drogenprostitution Eine intersektionale Betrachtung zur Handlungsfähigkeit drogengebrauchender Sexarbeiterinnen
Publisher
transcript Verlag
Pages
452
Features
kart.
ISBN
978-3-8376-2352-9
DOI
Commodity Group
1729
BIC-Code
JHBK5 JFFM JKSN
BISAC-Code
SOC000000 SOC050000 SOC025000
THEMA-Code
JHBK JBFW JBFQ JKSN
Release date
2013-05-07
Edition
1
Topics
Geschlecht, Körper, Soziale Ungleichheit
Readership
Soziale Arbeit, Sozialwissenschaften, Soziologie, Politologie sowie Akteurinnen und Akteure in der sozialen Arbeit
Keywords/Tags
Post-structuralism, Body, Gender, Social Inequality, Sexuality, Social Work, Gender Studies, Sociology

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