Popkultur und Fernsehen

Historische und ästhetische Berührungspunkte

Die Verzahnung von Fernsehen und Pop(kultur) wurde von der Forschung bislang vernachlässigt. Dabei bedient sich das Fernsehen schon früh popästhetischer Verfahren – und Musiker, Künstler sowie Literaten nutzen bereits seit den 1960ern das Fernsehen für eigene Inszenierungsstrategien, um einer maroden Hochkultur mit einer mediensouveränen Popästhetik zu begegnen.

Der Band schließt die Forschungslücke und geht den historischen und ästhetischen Berührungspunkten von TV und Pop nach. Neben einzelnen Pop-Akteuren (Warhol, Schlingensief, Neumeister, Kracht) widmen sich die interdisziplinären Beiträge auch aktuell diskutierten, popaffinen Genres und Entwicklungen (z.B. Poetry Slams, Scripted Reality Soaps, Videoclips sowie Popfeminismus).

€34.99 *

2015-07-14, 322 pages
ISBN: 978-3-8376-2903-3

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1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?

Weil es sich bei den Phänomenen ›Pop‹ und ›Fernsehen‹ um solche handelt, die beide tief in unserer Alltagskultur wurzeln und uns tagtäglich umgeben. Im Gegensatz zu Büchern, die die ›Welt‹, also eine Vielzahl an Leserinnen und Lesern, nicht braucht, weil sie weltfremde, elfenbeinturmartige Sphären thematisieren, gibt unser Sammelband Einblicke in Greifbareres: Fernsehformate, Popakteure, historische und aktuelle Repräsentationen des Pop, der Einfluss des Pop auf das TV uvm. Da ist auch etwas für interessierte Laien dabei. In diesem Sinne kommen nicht nur Pop-Theoretiker zu Wort, sondern im Exklusivinterview auch der Pop- und TV-Praktiker Markus Kavka.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Die Verknüpfung von Popkultur und Fernsehen in einem interdisziplinären Sammelband zusammengedacht. Denn obwohl diese beiden Phänomene große Schnittmengen aufweisen, fehlt diese Perspektive bisher gänzlich in der Forschung. Wir betrachten TV und Pop daher von Produktions- und Rezeptionsseite mit künstlerischen, literarischen, popfeministischen und genrespezifischen Schwerpunkten.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Eine zu geringe. Obwohl ›dem Fernsehen‹ ein baldiger Tod bereits vielfach geweissagt worden ist, sieht der deutsche Bundesbürger täglich (im Schnitt) knapp vier Stunden fern (Stand Juni 2015). Aufgrund dieser evidenten Relevanz muss man die magere Forschungsdebatte in die Frage gießen, warum es bisher unterblieben ist, die popästhetischen Mechanismen und popkulturellen Inhalte eines Immer-noch-Leitmediums wissenschaftlich zu untersuchen.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit Studierenden, Fans, Kulturschaffenden, Fernsehmachern, mit Medien- und Kulturwissenschaftlern und letztlich auch mit den Fernsehzuschauern, die ein gutes Korrektiv bilden, um theorielastige Beobachtungen wieder zu erden.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Der Sammelband Popkultur und Fernsehen untersucht anhand zahlreicher (TV-)Stars, Genres und Literaten popkulturelle Entwicklungen in der Gegenwart und Geschichte des TV.

Book title
Popkultur und Fernsehen Historische und ästhetische Berührungspunkte
Publisher
transcript Verlag
Pages
322
Features
kart., zahlr. Abb.
ISBN
978-3-8376-2903-3
DOI
Commodity Group
1510
BIC-Code
JFCA JFDT APT
BISAC-Code
SOC022000 PER010030
THEMA-Code
JBCC1 JBCT2
Release date
2015-07-14
Edition
1
Topics
Popkultur, Fernsehen
Readership
Media Studies, Literary Studies, Cultural Studies, Pop Culture Research, Aesthetics, Musicology, and the interested public
Keywords/Tags
Pop, Popular Culture, Television, Writers Self-representation, Medial Staging of Artists, Poetry Slam, Reality Soap, Media Studies, Cultural Studies

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