Das Erbe des Flanierens

Der Souveneur – ein handlungsbezogenes Konzept für urbane Erinnerungsdiskurse

Aufbauend auf eine fundierte Kritik gegenüber Lücken in den gängigen Gedächtnis- und Erinnerungskonzepten und unter Zuhilfenahme von zeitgenössischen Projekten der Erinnerungsarbeit entwickelt Karsten Michael Drohsel eine Sozialfigur zur Methodisierung eines neuen, individuell praktizier- und erlebbaren lokalen Erinnerns. Hierbei helfen Praktiken des aufmerksamen Gehens, die aus der Flanerie entwickelt wurden.

Zentrales Moment der Studie ist die Frage nach der Übersetzung und Übergabe von Erinnerungen an Orten, an denen Erinnerungen aufscheinen bzw. sich festmachen lassen. Diese neue Form der Erinnerungstätigkeit bezieht individuelles und kollektives Erinnern in den bislang geführten Gedächtnis- und Erinnerungsdiskurs ein und arbeitet die Potentiale beider Modi heraus, ohne sie zu bedingen.

€29.99 *

2016-03-02, 286 pages
ISBN: 978-3-8376-3030-5

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Karsten Michael Drohsel

Karsten Michael Drohsel, mikromakrowelt - Büro für Stadtforschung, experimentelle Raumpraxis und urbane Bildung, Berlin, Deutschland

... mit Karsten Michael Drohsel

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Meine Motivation war es, individuellen Erinnerungen einen Platz im kollektiven Erinnerungsdiskurs einzuräumen und somit lokale Erinnerungsdiskurse zu bereichern. Ich denke dass die [Stadt] planenden und gestaltenden Disziplinen sich durch die vielen zu Tage tretenden, interessanten, lokalen Geschichten nicht nur näher an den Menschen und ihren Bedürfnissen orientieren könnten, sondern auch eine größere Legitimation gegenüber ihren Maßnahmen und Zielen erfahren würden.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Mein Buch thematisiert die Demokratisierung der Erinnerungstätigkeit und die Notwendigkeit der Öffnung von Diskursen. Anhand des theoretischen Exkurses und des Praxisbeispiels kann nachvollzogen werden wie individuelles Erinnern einen kollektiven Diskurs beflügeln und bereichern kann. Was mich bei der Arbeit und im Ergebnis am meisten überrascht hat, ist die Korrespondenz der Orte, welche, bezogen auf ein Ereignis, auf besondere Weise alle miteinander in Verbindung stehen.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Der Aspekt, der mir am meisten am Herzen liegt ist der, Erinnerungs- und Deutungshoheiten in Frage zu stellen und von jedem Ort, jedem Objekt, jedem singulären Ereignis ausgehend von Neuem zu beginnen den Erinnerungsdiskurs zu öffnen, unterschiedlichste Akteure einzubinden und es jeder bzw. jedem zu ermöglichen sich in den Diskurs einzuschreiben. Um diese radikale Forderung umzusetzen und handhabbar zu machen, schlage ich ein handlungsbezogenes Erinnerungskonzept vor, das m.E. in den aktuellen Diskursen v.a. um die Frage wie wir künftig erinnern wollen und können, einzigartig ist.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Walter Benjamin.

5. Ihr Buch in einem Satz:

›Was wir sehen, ist zweifellos eine Frage des Bemerkens und nicht der Tatsachen.‹ Johanna Rolshoven

Book title
Das Erbe des Flanierens Der Souveneur – ein handlungsbezogenes Konzept für urbane Erinnerungsdiskurse
Publisher
transcript Verlag
Pages
286
Features
kart., zahlr. Abb.
ISBN
978-3-8376-3030-5
DOI
Commodity Group
1725
BIC-Code
JFSG JFC
BISAC-Code
SOC026030 SOC022000
THEMA-Code
JBSD JBCC
Release date
2016-03-02
Edition
1
Topics
Erinnerungskultur, Stadt
Readership
Aesthetics, Cultural Studies, Museology, History, as well as people working in the fields of Memorials, History Workshops, and Heritage and Remembrance Culture
Keywords/Tags
City, Memory, Memory Culture, Memorial, Flânerie, Urban Studies, Space, Sociology

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