Intermedialer Style

Kulturelle Kontexte und Potenziale im literarischen Schreiben Jugendlicher

In der globalisierten digitalisierten Medienwelt nehmen gerade bildungsferne Jugendliche einen privilegierten Platz ein. Anhand umfangreicher Texte aus einem Schreibprojekt zeigt Gerda Wurzenberger, wie das Medienwissen sowie die alltagssprachlichen Ressourcen der Jugendlichen genutzt werden können, um literarisches Schreiben aus der Lebenswelt der Jugendlichen heraus zu entwickeln und zugleich auch darin zu verorten.

Der Style, den die Jugendlichen beim gemeinsamen Schreiben kreieren, macht das innovative Potenzial erkennbar, welches die (Inter-)Medialisierung des Alltags sowie die Migrationsbewegungen für die Sprache und das Erzählen bereithalten.

€54.99 *

2016-02-16, 500 pages
ISBN: 978-3-8376-3346-7

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Gerda Wurzenberger

Gerda Wurzenberger, Zürich, Schweiz

... mit Gerda Wurzenberger

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Weil es wichtig ist, die aktuellen Bildungs- und Kulturdebatten zu verbinden. Es ist keineswegs so, dass junge Menschen, die den schulischen Anforderungen nicht im angestrebten Maße gerecht werden und deshalb in den Kulturdebatten als ›Problem‹ auftauchen, kein kulturelles Wissen oder keine Sprache besäßen. Nur hat das kulturelle Referenzsystem, auf welche sich ihr Wissen und ihre Sprache beziehen, in der Schule keinen Stellenwert. Deshalb kann es auch nicht genutzt werden. Dies könnte man ändern.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Der Kulturwandel, welchen die elektronischen Medien ausgelöst haben, ist schon weit fortgeschritten. Der Kulturbegriff, mit dem aktuell debattiert wird, stammt aus der Zeit davor. Dieses Buch bietet einen Ansatz, dies zu ändern. Es konzentriert sich dabei auf den Bereich der Sprache. Da der Sprachbegriff die Basis unseres Bildungsbegriffs und im Weiteren auch unseres Kulturbegriffs darstellt, wird dabei Vieles sichtbar, was auch in anderen Kultur- bzw. Gesellschaftsbereichen relevant ist.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Das Thema regt in den Kulturwissenschaften zu einer Verbindung zwischen Forschung und Praxis an. Aktuell wird kulturwissenschaftlich stark empirisch geforscht – was einen gewissen zeitlichen Abstand nötig macht. Ich erachte es als wichtig, sich als Kulturwissenschaftler_in auch in aktuelle Kulturdebatten einzuschalten und die in Gegenwart und Zukunft entscheidenden Veränderungen nicht nur zu begleiten, sondern auch Visionen zu entwickeln, die für Politik und Praxis relevant sind.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit Kulturpolitiker_innen, Kulturbeamt_innen, mit Kulturschaffenden verschiedenster Sparten (Literatur, Kunst, Theater etc.), mit Kulturwissenschaftler_innen verschiedenster Ausrichtungen (von Migrationsforschung über Soziolinguistik, Medienwissenschaften bis hin zu Jugendgeographien), und nicht zuletzt auch mit Bildungsverantwortlichen – d.h. mit Lehrpersonen, Schuldirektor_innen, Verantwortlichen in Pädagogischen Hochschulen sowie Bildungspolitiker_innen.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Die (Inter-)Medialisierung des Alltags hat Folgen für den Kulturbegriff – wie das Beispiel des literarischen Schreibens Jugendlicher eindrücklich zeigt.

Author(s)
Gerda Wurzenberger
Book title
Intermedialer Style Kulturelle Kontexte und Potenziale im literarischen Schreiben Jugendlicher
Publisher
transcript Verlag
Pages
500
Features
kart.
ISBN
978-3-8376-3346-7
DOI
Commodity Group
1753
BIC-Code
JHMC JFFN
BISAC-Code
SOC002010 SOC007000
THEMA-Code
JHMC JBFH
Release date
2016-02-16
Edition
1
Topics
Kultur, Migration
Readership
Cultural Studies, Education Research, Youth Research, Literary Studies, Pedagogy, Cultural Policy, Language Promotion, Linguistics
Keywords/Tags
Language, Education, Intermediality, Literature, Lifeworld, Media, Writing, Youth, Oral Language, Educational Inequality, Agency, Migration Society, Culture, Migration, Cultural Anthropology, Social Work

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