»Gender«, »Race« und »Disability« im Sport

Von Muhammad Ali über Oscar Pistorius bis Caster Semenya

Die Kategorien »gender«, »race« und »disability« haben im Sport eine besondere Bedeutung. So gibt es vermutlich in keinem anderen Bereich der modernen Gesellschaft eine so selbstverständliche und legitim erscheinende Segregation nach Geschlecht und Behinderung. Eine »color-line« gibt es zwar nicht mehr, aber dennoch gilt die Hautfarbe sowohl im Alltag als auch in der (Sport-)Medizin immer noch als relevant für die sportliche Leistung. Und die ethnisch-nationale Herkunft fungiert nach wie vor als primäres Kriterium der Mannschaftsbildung.

Die Beiträge des Bandes unterziehen die drei Kategorien »gender«, »race« und »disability« einer vergleichenden Analyse und decken die Gemeinsamkeiten ihrer Konstitutionslogik im Kontext des Sports auf.

€29.99 *

2017-05-09, 286 pages
ISBN: 978-3-8376-3425-9

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1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Weil der Sport ein interessantes Untersuchungsfeld ist und in den Sozialwissenschaften kaum beachtet wird. Dabei passieren gerade im Sport ziemlich merkwürdige Dinge, die eigentlich im Widerspruch zum meritokratischen Selbstverständnis der modernen Gesellschaft stehen, aber offensichtlich als legitim wahrgenommen werden. Letztlich muss man aber feststellen, dass es im Sport weniger um Leistung als um die Reproduktion zugeschriebener sozialer Zugehörigkeiten geht.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Durch einen Vergleich der drei Kategorien gender, race und disability und ihrer Bedeutung innerhalb eines ausgewählten sozialen Feldes wie dem Sport ergeben sich neue Einsichten für eine Soziologie der Personenkategorien. Auf diese Weise lassen sich die nach wie vor getrennt gedachten Perspektiven von Gender Studies, Ethnizitätsforschung und Disability Studies konstruktiv am konkreten Fall zusammenführen und Fragen nach dem Zusammenhang der verschiedenen kategorialen Zugehörigkeiten beantworten.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Insgesamt gibt es ein zunehmendes Interesse in den Sozialwissenschaften am Thema Konstruktion und Reproduktion von Personenkategorien. Vor allem zu Geschlecht und Ethnizität gibt es eine große Anzahl empirischer Arbeiten, während die Kategorie der Menschen mit Behinderung erst seit relativ kurzer Zeit in den Forschungsfokus rückte.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Serena Williams, Usain Bolt, Caster Semenya, Markus Rehm und Hannah Arendt. Eigentlich mit allen Menschen, die ein Interesse an diesen Fragestellungen haben.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Wessen Leistungen dürfen im Sport eigentlich miteinander verglichen werden, wessen nicht und warum eigentlich?

Book title
»Gender«, »Race« und »Disability« im Sport Von Muhammad Ali über Oscar Pistorius bis Caster Semenya
Publisher
transcript Verlag
Pages
286
Features
kart., zahlr. Abb.
ISBN
978-3-8376-3425-9
DOI
Commodity Group
1726
BIC-Code
JFSJ JFSL JFFG
BISAC-Code
SOC032000 SOC031000 SOC029000
THEMA-Code
JBSF JBSL1 JBFM
Release date
2017-05-09
Edition
1
Topics
Rassismus, Geschlecht, Körper
Readership
Sociology, Cultural Studies, Sports Science
Keywords/Tags
Gender, Ethnicity, Disability Studies, Sport, Exclusion, Racism, Body, Gender Studies, Sport Science, Sociology

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