Medialität, Materialität, Kodierung

Grundzüge einer allgemeinen Theorie der Medien

Erstmals wird hier eine allgemeine Medientheorie ausgearbeitet, die mediale Ereignisse auf ihre kommunikativen, materiellen und semiotischen Aspekte hin untersucht. Diese Theorie entwickelt Grundbegriffe für eine kohärente Beschreibung von einfachen und komplexen, neuen und alten Medien sowie von diversen Medienkonstellationen. Neben der begrifflichen Einordnung unterschiedlicher medientheoretischer Ansätze geht es in dieser Studie gleichermaßen um natürliche, artifizielle, individuelle und digitale Medien sowie um Massenmedien.

Julia Genz und Paul Gévaudan liefern ein interdisziplinäres Grundlagenwerk, das sowohl für Fachwissenschaftler_innen und Studierende als auch für eine breitere Leserschaft von Interesse ist.

€29.99 *

2016-07-14, 240 pages
ISBN: 978-3-8376-3600-0

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1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Weil bisher noch keine Theorie vorgeschlagen wurde, die genuin medientheoretisch ist. In den letzten 30 Jahren wurde sehr viel über Medien geschrieben. Doch immer geschah das aus der Perspektive anderer Disziplinen, wie der Literaturwissenschaft, der Kulturwissenschaft, der Soziologie, der Philosophie etc. bzw. aus einem Interesse für einzelne mediale Phänomene wie Bild, Theater, Sprache, Film.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Unser Ansatz definiert Medien abhängig von medialen Ereignissen, deren grundlegende Aspekte ihre Materialität und ihre Kodierung sind. »Medialität, Materialität, Kodierung« ist daher nicht nur der Titel des Buchs, sondern auch sein Programm. Der ereignisorientierte Ansatz erlaubt einen völlig neuen Zugriff auf Prozesse der Kommunikation, der eine Dynamisierung des Zeichenbegriffs nach sich zieht. Zeichen sind keine festen, konventionellen Größen mehr, sondern entstehen erst mit der Interpretation. Kommunikative und ästhetische Konventionen werden dadurch nicht obsolet, sondern im Ereignis der Interpretation aktualisiert.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Durch die Ausarbeitung präziser Begriffe und kohärenter Begrifflichkeiten wird eine stabile theoretische Grundlage geschaffen, auf der mediale Ereignisse unterschiedlichster Art erfasst werden können. Zudem diskutieren und klassifizieren wir unterschiedliche Konzepte von ›Medium‹ und ›Medialität‹ und setzen sie zueinander in Beziehung. Dadurch ergibt sich eine interdisziplinäre Anwendbarkeit, die dennoch auf einer einheitlichen Theorie basiert.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Jürgen Trabant, Erika Fischer-Lichte, Dirk Baecker.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Unser ereignisorientierter Ansatz führt zu einer Minimaldefinition von Medialität als Materialität und Kodierung, die einerseits eine stabile, kohärente Theorie begründet und andererseits unterschiedlichste und unterschiedlich komplexe mediale Ereignisse berücksichtigt.

Book title
Medialität, Materialität, Kodierung Grundzüge einer allgemeinen Theorie der Medien
Publisher
transcript Verlag
Pages
240
Features
kart., zahlr. z.T. farb. Abb.
ISBN
978-3-8376-3600-0
DOI
Commodity Group
1744
BIC-Code
JFD
BISAC-Code
SOC052000
THEMA-Code
JBCT
Release date
2016-07-14
Edition
1
Topics
Medien
Readership
Media Studies, Media Theory, Communication Studies, Semiotics, Semantics, Linguistics, Literary Studies, Cultural Studies, Philosophy, Sociology, Art Studies, Musicology, Theatre Studies, Journalism
Keywords/Tags
Mediality, Media, Semiotics, Semiosis, Communication Models, Intermediality, Transmediality, Multimediality, Language, Ferdinand De Saussure, Umberto Eco, Koch/oesterreicher, Shannon/weaver, Wittgenstein, Media Theory, Media Aesthetics, Media Studies

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