Literatur als Palimpsest

Postkoloniale Ästhetik im deutschsprachigen Roman der Gegenwart

Romane, die das lang verdrängte Thema des deutschen Kolonialismus ins Gedächtnis rufen, haben innerhalb der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur seit der Jahrtausendwende Konjunktur. Ausgehend von der Beobachtung, dass ein besonderes Merkmal der Texte ihre Intertextualität ist, geht Julian Osthues der Frage nach, inwiefern sich die spezifische Ästhetik dieser Literatur anhand der Schriftmetapher des »Palimpsests« beschreiben lässt und ihr ein »postkoloniales Potential« eigen ist. Die Studie lotet die heuristische Leistung der Palimpsest-Metapher für textanalytische und literaturtheoretische Perspektiven aus und schließt an zentrale Überlegungen der postkolonialen Theorie an.

€39.99 *

2017-03-06, 304 pages
ISBN: 978-3-8376-3718-2

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Julian Osthues

Julian Osthues, Universität Luxemburg, Luxemburg

... mit Julian Osthues

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Meine Ausgangsbeobachtung war, dass ein zentrales Merkmal einer Vielzahl von Romanen, die seit der Jahrtausendwende erschienen sind und den Kolonialismus zum Thema haben, ihre Beziehung zu älteren Texten darstellt. Dabei handelt es sich häufig um solche Texte, die im kolonialen Zeitalter des 19. Jahrhunderts entstanden sind und damit deutlich koloniale Züge tragen. Diese Intertextualität, aber auch andere ästhetische Verfahren galt es anhand der Schriftmetapher des Palimpsests beschreibbar zu machen und an postkoloniale Theorieansätze anzuschließen.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch? Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Dass die Denkfigur des Palimpsests seit den 1990er Jahren in einer Reihe von Forschungsarbeiten der ›postcolonial studies‹ sowie in den postkolonialen germanistischen Studien auftauchte, ohne dass dieses Phänomen bislang umfassend thematisiert wurde, gab den Anlass, neben dem Anspruch einer Bestandsaufnahme und theoretischen Reflexion vor allem der heuristischen Leistung der Metapher näher auf die Spur zu kommen. In den Mittelpunkt rückte die Frage, inwiefern sich ein spezifischer Ausschnitt der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur anhand der Palimpsest-Metapher als eine sog.

›postkoloniale Ästhetik‹ beschreiben lässt – und dass aus ganz unterschiedlichen Perspektiven, die dabei Anschluss finden an aktuelle Tendenzen und Ansätze im Forschungsfeld der postkolonialen Germanistik.

3. Ihr Buch in einem Satz:

Das Projekt »Literatur als Palimpsest« zu lesen, eröffnet eine Reihe neuer Lektürezugänge, welche nicht nur der Mehrschichtigkeit und Komplexität der Texte gerecht wird, sondern zugleich eine interkulturelle und postkoloniale Perspektive ermöglicht.

Author(s)
Julian Osthues
Book title
Literatur als Palimpsest Postkoloniale Ästhetik im deutschsprachigen Roman der Gegenwart
Publisher
transcript Verlag
Pages
304
Features
kart.
ISBN
978-3-8376-3718-2
DOI
Commodity Group
1563
BIC-Code
DSB HBTR
BISAC-Code
LIT004170 POL045000 LIT000000
THEMA-Code
DSB NHTR
Release date
2017-03-06
Edition
1
Topics
Postkolonialismus, Literatur
Readership
Cultural Studies, Literary Studies, Postcolonial Studies
Keywords/Tags
German Literature, Interculturalism, Contemporary German Literature, Theory of Literature, Cultural Theory, Postcolonialism, Palimpsest, Metaphor, Intertextuality, Aesthetics, Text Analysis, Literature, General Literature Studies, Literary Studies

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