Vom »oikos« zum Cyberspace

Das Private in der politischen Philosophie Hannah Arendts

Warum sind unsere Daten und das Private schützenswert? Diese Frage stellt sich insbesondere in Zeiten der vierten Industriellen Revolution, des Internets der Dinge und des politischen Wandels.

Julia Maria Mönig zeigt, dass Hannah Arendts Anliegen, das Private unbedingt zu bewahren, von ihrem Verständnis des antiken Haushalts bis hin zur Verletzung der informationellen Privatheit im Totalitarismus aufschlussreiche Einsichten in aktuelle Debatten – etwa über Cybermobbing – liefert. Das Buch richtet sich an Philosoph_innen ebenso wie an Datenschützer_innen und Privatheitsforscher_innen verschiedener Disziplinen sowie an alle, die sich über die Zukunft und Gegenwart der Demokratie Gedanken machen.

€29.99 *

2017-10-13, 222 pages
ISBN: 978-3-8376-4005-2

Ready to ship today
Delivery time 3-5 workdays within Germany

Prices incl. VAT. Free delivery within Germany, for other destinations see details.

Bulk discount

Recommend it

Julia Maria Mönig

Julia Maria Mönig, Hochschule der Medien Stuttgart, Deutschland

... mit Julia Maria Mönig

1. Warum ein Buch zu diesem Thema?

Weil wir Denkanstöße, Denkfiguren und Beispiele brauchen können, wohin Privatheitsverletzungen im schlimmsten Fall führen können. Weil die Digitalisierung des menschlichen Alltags und die ständige damit verbundene Datenerhebung uns vor neue Herausforderungen stellen, deren Problematik mit Blick auf Hannah Arendt und historische Beispiele benannt werden können. Weil die aktuellen Entwicklungen zeigen wie wichtig es ist, die Privatheit, die Freiheit und Autonomie des und der Einzelnen zu schützen.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Es eröffnet neue Perspektiven auf Hannah Arendts Werk mithilfe aktueller Beispiele von Privatheitsverletzungen und Grenzübrschreitungen und eröffnet neue Perspektiven auf aktuelle Privatheits- und Datenschutzfragen dank Hannah Arendts Philosophie.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Mein Buch behandelt verschiedene Apekte der interdisziplinären Privatheitsforschung und schlägt Antworten auf die Frage vor, ob Privatheit nur ein ›Vehikel‹ für (den Schutz von) Autonomie darstellt, die Frage, durch was und durch wen Privatheit bedroht wird, die Frage, warum Privatheit schützenswert ist. Es liefert konkrete Beispiele was passieren kann, wenn Privatheit nicht geschützt wird und somit Argumente warum wir sie schützen sollten. Ich habe Arendts gesamtes Werk hierzu untersucht.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit Politiker_innen, die aktuell dabei sind Privatheit einzuschränken, um ihre Macht zu vergrößern oder der Meinung sind, dass Überwachung ausgebaut werden muss, um Sicherheit zu garantieren, und, dass Sicherheit, Freiheit und Privatheit gegeneinander abgewogen werden müssen. Außerdem mit Hannah Arendt persönlich, da sie ›blinde Flecke‹ in ihrer Theorie hatte, sowie mit Widerstandskämpfer_innen aus der NS-Zeit.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Arendts Theorie eröffnet Perspektiven auf aktuelle Privatheitsdebatten, aktuelle Begriffe aus der Privatheitsforschung helfen, Arendt besser zu verstehen.

Author(s)
Julia Maria Mönig
Book title
Vom »oikos« zum Cyberspace Das Private in der politischen Philosophie Hannah Arendts
Publisher
transcript Verlag
Pages
222
Features
kart.
ISBN
978-3-8376-4005-2
DOI
Commodity Group
1521
BIC-Code
HPS JFD HPC
BISAC-Code
PHI019000 SOC052000 PHI016000
THEMA-Code
QDTS JBCT QDH
Release date
2017-10-13
Edition
1
Topics
Medien, Politik
Readership
Philosophy, educational science, sociology, privacy studies, legal sciences as well as practitioners working in data protection
Keywords/Tags
Privacy, Hannah Arendt, Data Protection, Totalitarism, Internet, Cyberbullying, Cyberspace, Philosophy, Politics, Media, Political Philosophy, Media Philosophy, German History of Philosophy

We use cookies to enable the use of certain functions on this website.

Privacy statement