Von Stadtplanung und Immobilienwirtschaft

Die »South Boston Waterfront« als Beispiel für eine neue Strategie städtischer Baupolitik

Dieses Buch analysiert am Beispiel eines Großprojektes in Boston die zunehmende Bedeutung von Baupolitik im Kontext von Städtewettbewerb und lokaler Wirtschaftsförderung.

Die »South Boston Waterfront« soll dabei nicht als ein weiterer Beleg für die Umnutzung städtischer Brachflächen, sondern für den veränderten Zielkorridor städtischer Politik stehen. Ziel des Großprojektes ist die Ausdehnung der Innenstadt für einkommensstarke Bewohner und Dienstleistungen. Damit ist eine Stadtpolitik umrissen, die Immobilienentwicklung als Wirtschaftsförderung betrachtet.

€26.80 *

2008-02-27, 276 pages
ISBN: 978-3-89942-819-3

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Susanne Heeg

Susanne Heeg, Goethe-Universität in Frankfurt a.M., Deutschland

... mit Susanne Heeg

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?

Im Buch wird ein Wandel in der Stadtpolitik untersucht, der sich weltweit in vielen Städten erkennen lässt: Auf innerstädtischen Flächen, die im Zuge von Deindustrialisierung und Bodenspekulation ihre Nutzung verloren haben, wird eine neue Art der Stadtentwicklungs- und Baupolitik betrieben, die Raum schafft für vermögende Bewohner und Dienstleistungsunternehmen. Es handelt sich also um eine hochaktuelle Thematik, die uns im Kontext eines neoliberalen Stadtumbaus noch lange Zeit begleiten wird.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Stadtentwicklungspolitik vor dem Hintergrund von Städtewettbewerb und Aufwertung von Stadtteilen steht gegenwärtig vor dem Dilemma, dass die Immobilienwirtschaft bei Laune gehalten werden muss, wenn Städte gewollt oder zwangsweise keine aktive Baupolitik mehr betreiben. Dies gilt zumal dann, wenn Baupolitik das zentrale Politikfeld ist, in dem aktiv Weichen gesetzt werden können. Es gilt also Handlungsspielräume der Stadtpolitik und Handlungslogiken der Immobilienwirtschaft zu analysieren.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Das Thema stellt einen Beitrag zur kritischen Reflexion von Governance in der Stadtpolitik dar: Es kann gezeigt werden, dass Governance als neue Steuerungsform, die privaten Akteuren mehr Gestaltungsspielraum bietet, eine Entlastungsfunktion hat. Verhandlungen mit der Immobilienwirtschaft werden in einen vordemokratischen Raum verlagert. Weiterhin zeigt das Buch, dass die hohe Relevanz von Baupolitik ihre Bedeutung in Verbindung mit der Mobilisierung des Erlebnischarakters von Städten erhält.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit Stadtplanern und Immobilienentwicklern sowie mit Governance-Forschern! Mit der ersten Gruppe wären die Handlungsspielräume im Städtebau zu diskutieren. Ohne den guten Willen zu leugnen, zeigen die Ergebnisse, dass neoliberale Stadtentwicklung das Gute will, aber Zwänge beschwört. Mit der zweiten Gruppe würde es sicherlich eine Diskussion darüber geben, ob das gewählte Beispiel allgemeine Aussagen über Governance zulässt. Schwierig, da Governance eine Nordung am Beispiel erfordert!

5. Ihr Buch in einem Satz:

Es wird die neue Rolle und Qualität von Baupolitik im Spannungsfeld von Immobilienwirtschaft und neoliberaler Stadtpolitik untersucht.

Author(s)
Susanne Heeg
Book title
Von Stadtplanung und Immobilienwirtschaft Die »South Boston Waterfront« als Beispiel für eine neue Strategie städtischer Baupolitik
Publisher
transcript Verlag
Pages
276
Features
kart.
ISBN
978-3-89942-819-3
DOI
Commodity Group
1663
BIC-Code
RPC JFSG
BISAC-Code
POL002000 SOC026030
THEMA-Code
RPC JBSD
Release date
2008-02-27
Edition
1
Topics
Stadt, Raum
Readership
Geographie, Soziologie, Kulturanthropologie, Stadtplanung
Keywords/Tags
Urbanity, Space, Urban Planning, Urban Studies, Social Geography, Sociology

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