Mannsbilder

Eine geschlechterhistorische Betrachtung von Hollywoodfilmen 1946-1960

»What can you do when you have to be a man?«, fragt Jim (James Dean) seinen Vater in »Rebel Without a Cause« (1955), dem wohl bekanntesten Jugendfilm der 50er Jahre. Diese Studie untersucht anhand von Hollywoodfilmen der Nachkriegszeit (1946-1960), welche Männlichkeitsdiskurse in den USA verhandelt wurden. Dabei tritt eine große und äußerst komplexe Vielfalt an Entwürfen hervor: vom versehrten Kriegsheimkehrer über den treusorgenden Ehemann und Vater bis hin zum jungen Rebellen oder vermuteten Homosexuellen. Durch die Verknüpfung der filmwissenschaftlichen Analyse mit dem New Historicism und den Gender Studies können die relevanten gesellschaftlichen Figurationen in unterschiedlichen Genres analysiert und an die zeitgenössischen Diskurse zurückgebunden werden. Spielfilme werden hier als historische Quellen ernst genommen und für eine kulturwissenschaftliche Analyse fruchtbar gemacht.

€30.80 *

2008-03-27, 350 pages
ISBN: 978-3-89942-849-0

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Uta Fenske

Uta Fenske, Universität Siegen, Deutschland

... mit Uta Fenske

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?

Weil die Studie eine kulturwissenschaftlich verstandene Geschichtswissenschaft mit Film und Gender Studies verbindet und so einen neuen Fragehorizont eröffnet.

Sie tritt an, das Verdikt einer zufriedenen, angepassten US-amerikanischen Männlichkeit in den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts zu erschüttern.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Das Buch »Mannsbilder« zeigt die Möglichkeiten, die sich für die Geschichtswissenschaft erschließen, wenn HistorikerInnen Spielfilme als Quellen akzeptieren und analysieren.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Es untersucht die Performativität von Gender und setzt sich in diesem Zusammenhang kritisch mit dem (wissenschaftlichen) Diskurs um die ›Krise der Männlichkeit‹ auseinander. Wie die moderne Männlichkeitsforschung zeigt, verweist der Begriff der Krise auf ein fixes Bild von Männlichkeit. Dieses hat jedoch in dieser Form in der Nachkriegszeit nicht existiert.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit Vincente Minnelli, der nicht glaubt, dass »a man is only a man if he can carry Vivien Leigh up a winding staircase«.

Mit Anton Kaes, der die selbständige Form der new historicist film studies entwickelt hat.

5. Ihr Buch in einem Satz:

»Mannsbilder« zeigt anhand von achtzehn Hollywoodfilmen wie umstritten die US-amerikanische Männlichkeit in der Nachkriegszeit war.

Author(s)
Uta Fenske
Book title
Mannsbilder Eine geschlechterhistorische Betrachtung von Hollywoodfilmen 1946-1960
Publisher
transcript Verlag
Pages
350
Features
kart.
ISBN
978-3-89942-849-0
DOI
Commodity Group
1559
BIC-Code
HBTB JFSJ JFD APFA
BISAC-Code
HIS054000 SOC032000 PER004030
THEMA-Code
NHTB JBSF JBCT ATF
Release date
2008-03-27
Edition
1
Topics
Geschlecht, Film
Readership
Geschichtswissenschaft, Gender Studies, Filmwissenschaft, Kulturwissenschaften, Amerikanistik, Medienwissenschaft
Keywords/Tags
Film, Culture, Gender, Gender History, Gender Studies, Cultural Studies

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