schön normal

Manipulationen am Körper als Technologien des Selbst

Die drastische Zunahme der plastischen Chirurgie macht Technologien, die unter die Haut gehen, als soziales, kulturelles und politisches Phänomen besonders virulent. Sie werden als »Selbsttechnologien« gefasst, mittels derer Menschen sich selbst zu formen versuchen. Dieser Band geht den Fragen nach, welchen Normen die Menschen dabei folgen, welche Erfahrungen sie dabei machen, wie dies in Medien und Literatur thematisiert wird und wie sich angemessen darüber nachdenken lässt. Technologisch induzierte Arbeiten am eigenen Körper werden dabei als ambivalentes Phänomen zwischen Selbst-Ermächtigung und Selbst-Unterwerfung skizziert.

€28.80 *

2008-10-27, 282 pages
ISBN: 978-3-89942-889-6

Ready to ship today
Delivery time 3-5 workdays within Germany

Prices incl. VAT. Free delivery within Germany, for other destinations see details.

Bulk discount

Recommend it

Paula-Irene Villa

Paula-Irene Villa, Ludwig-Maximilians-Universität München, Deutschland

... mit Paula-Irene Villa

1. »Bücher, die die Welt nicht braucht.« Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?

Manipulationen des Körpers werden derzeit in den Medien und im Alltag immer drastischer und immer sichtbarer: von Diäten und Sportprogrammen über künstliche Fingernägel und Haarverlängerungen bis zur plastischen Chirurgie reicht die Palette der Strategien, mit denen Menschen ihre Körper formen. Dabei werden aber nicht nur äußere Hüllen oder bloßes »Fleisch« verändert, sondern auch Personen und Identitäten. Dieses Buch diskutiert den Zusammenhang zwischen Körperarbeit und Arbeit am Selbst nicht als philosophisches oder ethisches Problem, sondern als soziales und kulturelles Phänomen.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Es zeigt, wie sich der Zusammenhang von Körper und Selbst derzeit in den Medien, in der Praxis und in verschiedenen sozialen Feldern abbildet. Dabei sucht das Buch nach adäquaten sozial- und

kulturwissenschaftlichen Analysen über diesen Zusammenhang. Die vorurteilsfreie und differenzierte Betrachtung kontroverser Phänomene wie der plastischen Chirurgie steht dabei im Vordergrund. Zudem werden Medien-, Sozial- und Geschlechteranalysen in einmaliger Weise zusammengeführt.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

In der relativ neuen sozialwissenschaftlichen Auseinandersetzung mit »Optimierung« und »enhancement« wird das Buch eine zentrale Rolle spielen, da es die bislang vernachlässigte Dimension des Geschlechts ebenso systematisch thematisiert wie die Medien und ihre Deutungspotenziale für die soziale Wirklichkeit. Zudem reiht es sich ein in die wachsende Zahl der Auseinandersetzungen rund um das Verhältnis zwischen Körper – Selbst – Gesellschaft.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Mit Kollegen/-innen aus dem Bereich der »Körpersoziologie«, mit Praktiker/-innen aus dem Bereich der plastischen Chirurgie, mit Künstler/-innen im Bereich performance. Und mit Kulturschaffenden, vor allem im Bereich Film und TV. Und schließlich mit Akteur/-innen der zweiten Frauenbewegung.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Die Beiträge dieses Buchen gehen verschiedenen Manipulationen des Körpers als immer auch sozial geprägte Veränderungen des Selbst nach.

Author(s)
Paula-Irene Villa (Hg.)
Book title
schön normal Manipulationen am Körper als Technologien des Selbst
Publisher
transcript Verlag
Pages
282
Features
kart.
ISBN
978-3-89942-889-6
DOI
Commodity Group
1729
BIC-Code
JHB JFSJ
BISAC-Code
SOC022000 SOC032000
THEMA-Code
JHB JBSF
Release date
2008-10-27
Edition
1
Topics
Körper, Geschlecht
Readership
Soziologie, Kulturwissenschaft, Medienwissenschaft, Gender Studies
Keywords/Tags
Body, Media, Literature, Gender, Gender Studies, Biopolitics, Sociology

We use cookies to enable the use of certain functions on this website.

Privacy statement