FAQ Medienneutrale Herstellung

Mit transcript publizieren

 

Medienneutrale Herstellung – was ist das eigentlich?

»Medienneutral« bedeutet, dass die Daten Ihrer Publikation unabhängig vom später benötigten Format (PDF, EPUB, XML, HTML...) aufbereitet werden und somit flexibel und zukunftssicher nutzbar sind.

Bei transcript kommt ein halbautomatisches Satzsystem zum Einsatz.

 
Und was bedeutet »halbautomatischer Satz«?

Grundlage für unser Satzsystem ist eine von Ihnen mit wenig Aufwand vorausgezeichnete WORD-DOCX-Datei, die in XML-Daten gewandelt und dann automatisch in die verschiedenen Zielformate transformiert wird (z.B. PDF für die Print- und E-Book-Ausgabe).

 
Was sind meine Vorteile als Autor*in?

Durch die vielfältigen Ausgabeformate kann Ihre Publikation künftig die größtmögliche Reichweite und Rezeption erfahren. Und gerade im Kontext von Open-Access-Publikationsstrategien ist das formatunabhängige Vorhalten von Daten eine Conditio sine qua non, da es zum Teil Fördervoraussetzung von Drittmittelgebern ist bzw. künftig sein wird. Die medienneutrale Herstellung ist der Goldstandard des wissenschaftlichen Publizierens und ein Service, den wir in der Regel kostenneutral zur Verfügung stellen.

Ganz praktisch entstehen zudem für Sie als Autor*in oder Herausgeber*in keine Mehrkosten für einen manuellen Satz im Verlag oder von Ihnen beauftragte Grafiker*innen bzw. entfällt das Erstellen der Druckvorlage durch Sie.

 
Wie bereite ich mein Manuskript für die medienneutrale Herstellung vor?

Zunächst schließen Sie bitte sämtliche inhaltlichen Arbeiten am Text sowie das Korrektorat ab. Bei Sammelbänden sollten die Beiträger*innen die von den Herausgeber*innen redigierten Texte freigegeben haben. Spätere Überarbeitungen der Texte sollten unbedingt vermeiden werden!

Anschließend zeichnen Sie sämtliche Textklassen Ihres Manuskripts (z.B. Überschriften, Mottos, Langzitate...) mit den entsprechenden Formatvorlagen aus, die wir Ihnen zusammen mit unserem Autorenhandbuch bei Projektstart zur Verfügung stellen. Bilder sollten in die Datei bereits eingebunden sein.

Wichtig: Sämtliche feintypografische Anpassungen (Schriftart und -größe, Absatzeinzüge, Fußnotenformatierung etc.) werden durch die Satzsoftware vorgenommen – die Word-Datei muss nicht »schön« aussehen! Entscheidend ist einzig die korrekte Vorauszeichnung.

 
Wie viel Zeitaufwand kostet mich die Manuskriptvorbereitung?

In etwa einen halben Arbeitstag. Bei Anthologien und/oder Manuskripten mit vielen unterschiedlichen Textklassen wird mehr Zeit benötigt.

 
Kann ich individuelle Gestaltungswünsche einbringen?

Nein. Die Satzsoftware funktioniert ausschließlich standardisiert – das bedeutet: Sämtliche Gestaltungselemente (z.B. Schriftart und -größe, Überschriften, Langzitate etc.) sind vorgegeben und können NICHT individuell angepasst werden. Zudem können nur Textklassen, für die es eine entsprechende Formatvorlage gibt, berücksichtigt werden.

Sollten Sie für den Satz Ihres Manuskripts eine davon abweichende Gestaltung vorsehen, erstellen wir Ihnen gerne ein Angebot für die kostenpflichtige Übernahme des manuellen Satzes (unter INDESIGN, im Verlagslayout) oder Sie beauftragen selbst eine*n Grafiker*in.

 
Was sind die Grenzen der medienneutralen Herstellung?

Individuelle Gestaltungselemente (»Akzidenzsatz«) können nicht berücksichtigt werden (s.o.). Abbildungen werden vom medienneutralen Satzsystem als sog. »floating objects« verstanden und vom Algorithmus automatisch platziert. Es ist daher nur begrenzt möglich, auf deren Platzierung Einfluss zu nehmen. Enthält Ihr Manuskript eine Vielzahl von Abbildungen und/oder ist deren genaue Position maßgeblich, stellt der manuelle Satz oft die geeignetere Lösung dar.

Einfache Tabellen können umgesetzt werden; komplexere und umfangreiche Tabellen, ggf. über mehrere Seiten oder mit Gestaltungselementen wie einer farbigen Hinterlegung, überschreiten aber die Grenzen des Systems.

Die Satzsoftware trennt dudenkonform. Worttrennungen, die zwar ggf. unüblich, aber laut Duden korrekt sind, sind daher zu akzeptieren. Manuell korrigiert werden können von uns nur echte Trennfehler.

Enthält Ihr Manuskript Sonderzeichen (z.B. arabische, hebräische Schriftzeichen, mathematische Sonderzeichen etc.), sprechen Sie dies bitte unbedingt frühzeitig an. Wir prüfen, ob diese mit der Satzsoftware kompatibel sind oder nicht.

 
Wie binde ich im Manuskript enthaltene Abbildungen ein?

Bitte fügen Sie Abbildungen als Bilddateien im Format JPG im Manuskript ein und weisen Sie der Abbildung unbedingt das gewünschte Zielformat zu (Angaben hierfür finden Sie in unserem Handbuch). Auch die Bildbeschriftungen müssen im Text integriert und entsprechend ausgezeichnet sein. Falls wir die Bilder als Einzeldateien benötigen sollten, fordern wir sie ggf. an. Bitte verwenden Sie keine unter WORD erstellten sog. SmartArts usw. – diese können nicht übernommen werden!

 
Welche Art von Verzeichnissen sind möglich?

Inhalts- und Abbildungsverzeichnisse werden automatisch erstellt.

Indizes, Siglenverzeichnisse und Glossare sind grundsätzlich machbar, aber teilw. mit relativ hohem Aufwand verbunden. Sollten Sie (umfangreiche) Zusatzverzeichnisse planen, sprechen Sie dies bitte frühzeitig an. Wir prüfen dann den zu erwarteten Mehraufwand und behalten uns vor, diesen in Rechnung zu stellen.

 
Wie finde ich die Formatvorlagen in WORD? Und warum werden mir manche Formatvorlagen in WORD nicht angezeigt?

Word stellt automatisch ein, dass nur aktuell verwendete Formatvorlagen angezeigt werden und nicht alle, die installiert sind. Dies können Sie wie folgt beheben: Im Menü »Formatvorlagen« auf »Optionen« klicken und bei »Anzuzeigende Formatvorlagen auswählen >> Alle Formatvorlagen >> OK« wählen. Somit werden unsere gesamten Formatvorlagen angezeigt, die alle mit »ts*“ beginnen.

 
Was passiert, nachdem ich mein satzfertiges Manuskript an den Verlag geschickt habe?

Ihr*e Projektmanager*in nimmt eine formale Manuskriptsichtung vor, prüft die Vorauszeichnungen und führt letzte Versäuberungen und Feinjustierungen durch. Wenn der Text entsprechend vorbereitet ist, senden wir Ihnen innerhalb von ca. sechs Wochen die mit der Satzsoftware automatisch erstellte erste Fahne als PDF zu. Außerdem erhalten Sie eine Anleitung zum Korrektureintrag sowie die der Fahne zu Grunde liegende WORD-Datei.

 
Wie nehme ich meine Korrekturen an der Satzfahne vor?

In der PDF tragen Sie bitte ausschließlich Korrekturen, die sich auf den Satz beziehen, als Kommentar ein. Zudem haben Sie nun letztmalig (!) die Gelegenheit, kleine Korrekturen am Text in der WORD-Datei (nicht in der PDF!) im Überarbeitungsmodus vorzunehmen. Bitte verändern Sie keinesfalls die Einstellungen innerhalb der WORD-Datei, diese ist die Grundlage für die medienneutrale Herstellung.

Wichtig: Wir können jeweils nur eine PDF- bzw. DOCX-Datei bearbeiten – Anmerkungen von mehreren Personen müssen ggf. zusammengeführt werden. Dies ist insbesondere bei Anthologien zu beachten!

 
Wann erteile ich meine Druckfreigabe?

Nach Durchsicht der ersten Fahne senden Sie Ihre Korrekturen an den Verlag. Wir sichten diese und setzen sie im Rahmen der Möglichkeiten, die die Satzsoftware bietet, entsprechend um. Anschließend erhalten Sie von Ihrer/Ihrem Projektmanager*in die finale Fahne als PDF zur letzten Durchsicht und Druckfreigabe. Sollten nun wider Erwarten noch inhaltliche Korrekturen (dazu gehören auch Tippfehler!) zwingend erforderlich sein, ist deren Bearbeitung u.U. nur bei Kostenübernahme möglich. Zudem ist es wahrscheinlich, dass sich durch Korrekturen zu diesem späten Zeitpunkt Drucklegung und Erscheinen der Publikation um mehrere Wochen verschieben.

 
Welche Kosten können mir entstehen?

Die Erstellung der Satzfahne ist für Sie ohne Mehrkosten. Auch Korrekturen, die Sie in die WORD-Datei der ersten Fahne eintragen, sind für Sie kostenfrei, solange sie ein übliches Maß nicht überschreiten und keine größeren Veränderungen am Text darstellen. Ebenfalls werden von uns verschuldete Fehler im Satz oder nicht korrekt umgesetzte Korrekturen natürlich nicht in Rechnung gestellt.

Kostenpflichtig hingegen sind ggf. inhaltliche Korrekturen, die nicht in die WORD-Datei eingetragen wurden und von uns übertragen werden müssen oder die uns erst nach dem ersten Fahnenlauf erreichen.

Auch umfangreichere Verzeichnisse können Mehrkosten mit sich bringen (s.o.).

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