Edition panta rei

In Umbruchzeiten und Zeiten beschleunigten Wandels ist die Philosophie in besonderer Weise herausgefordert, Veränderungen unserer theoretischen und praktischen Weltbezüge zu artikulieren. Denn Begriffe, Kategorien und Topoi, unter denen Weltbezüge stehen und unter denen wir unser Denken und Handeln ausrichten, erweisen sich im Zuge jener Dynamik regelmäßig als einseitig, kontingent, dogmatisch oder leer.
Dialektisches Denken richtet sich von alters her auf diejenige Gegensätzlichkeit, die die Beschränktheiten des Denkens und Handelns aus sich heraus hervorbringt, und zwar mit Blick auf die Einlösbarkeit seiner Ansprüche angesichts des Andersseins, Anderssein-Könnens oder Anderssein-Sollens der je verhandelten Sache. Dialektik versteht sich als Reflexion der Reflexionstätigkeit und folgt somit den Entwicklungen des jeweils gegenwärtigen Denkens in kritischer Absicht. Geweckt wird sie nicht aus der Denktätigkeit selbst, sondern durch das Widerfahrnis des Scheiterns derjenigen Vollzüge, die sich unter jenem Denken zu begreifen suchen. Ihr Fundament ist mithin dasjenige an der Praxis, was sich als Scheitern darstellt. Dieses ist allererst gedanklich neu zu begreifen in Ansehung der Beschränktheit seiner bisherigen begrifflichen Erfassung.
Vor diesem Hintergrund ist für dialektisches Denken der Dialog mit anderen philosophischen Strömungen unverzichtbar. Denn Beschränkungen werden erst im Aufweis von Verschiedenheit als Unterschiede bestimmbar und als Widersprüche reflektierbar. Und ferner wird ein Anderssein-Können niemals aus der Warte einer selbstermächtigten Reflexion, sondern nur im partiellen Vorführen ersichtlich, über dessen Signifikanz nicht die dialektische Theorie bestimmt, sondern die Auseinandersetzung der Subjekte.

Die Reihe wird herausgegeben von Christoph Hubig.

Wissenschaftlicher Beirat: Christoph Halbig, Christoph Hubig, Angelica Nuzzo, Volker Schürmann, Pirmin Stekeler-Weithofer, Michael Weingarten und Jörg Zimmer
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Edition panta rei
In Umbruchzeiten und Zeiten beschleunigten Wandels ist die Philosophie in besonderer Weise herausgefordert, Veränderungen unserer theoretischen und praktischen Weltbezüge zu artikulieren. Denn Begriffe, Kategorien und Topoi, unter denen Weltbezüge stehen und unter denen wir unser Denken und Handeln ausrichten, erweisen sich im Zuge jener Dynamik regelmäßig als einseitig, kontingent, dogmatisch oder leer.
Dialektisches Denken richtet sich von alters her auf diejenige Gegensätzlichkeit, die die Beschränktheiten des Denkens und Handelns aus sich heraus hervorbringt, und zwar mit Blick auf die Einlösbarkeit seiner Ansprüche angesichts des Andersseins, Anderssein-Könnens oder Anderssein-Sollens der je verhandelten Sache. Dialektik versteht sich als Reflexion der Reflexionstätigkeit und folgt somit den Entwicklungen des jeweils gegenwärtigen Denkens in kritischer Absicht. Geweckt wird sie nicht aus der Denktätigkeit selbst, sondern durch das Widerfahrnis des Scheiterns derjenigen Vollzüge, die sich unter jenem Denken zu begreifen suchen. Ihr Fundament ist mithin dasjenige an der Praxis, was sich als Scheitern darstellt. Dieses ist allererst gedanklich neu zu begreifen in Ansehung der Beschränktheit seiner bisherigen begrifflichen Erfassung.
Vor diesem Hintergrund ist für dialektisches Denken der Dialog mit anderen philosophischen Strömungen unverzichtbar. Denn Beschränkungen werden erst im Aufweis von Verschiedenheit als Unterschiede bestimmbar und als Widersprüche reflektierbar. Und ferner wird ein Anderssein-Können niemals aus der Warte einer selbstermächtigten Reflexion, sondern nur im partiellen Vorführen ersichtlich, über dessen Signifikanz nicht die dialektische Theorie bestimmt, sondern die Auseinandersetzung der Subjekte.

Die Reihe wird herausgegeben von Christoph Hubig.

Wissenschaftlicher Beirat: Christoph Halbig, Christoph Hubig, Angelica Nuzzo, Volker Schürmann, Pirmin Stekeler-Weithofer, Michael Weingarten und Jörg Zimmer
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Technik als Erwartung
ab 31,99 €
Erscheinungsdatum: 2010-10-18

Preise inkl. Mehrwertsteuer. Versandkostenfreie Lieferung innerhalb Deutschlands, für Ausnahmen siehe Details

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Technik als Erwartung

Grundzüge einer allgemeinen Technikphilosophie

Mehr im Kopf als in der Hand – dieser Band entwirft ein neues Verständnis von Technik: Das Technische besteht nicht nur in seiner handfesten Materialität, sondern zugleich und vielmehr auch in Bildern, Visionen und Erwartungen.
Schatten des Unbestimmten
ab 22,99 €
Erscheinungsdatum: 2009-07-27

Preise inkl. Mehrwertsteuer. Versandkostenfreie Lieferung innerhalb Deutschlands, für Ausnahmen siehe Details

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Schatten des Unbestimmten

Der Mensch und die Determination technischer Abläufe

Je mächtiger die Technik, um so ohnmächtiger erscheint der Mensch. Diese orginelle Studie erhellt dagegen die faktischen Handlungsräume des Menschen angesichts der Undeterminiertheit der meisten technischen Abläufe.
Die Individualität der Dinge
ab 31,99 €
Erscheinungsdatum: 2008-07-27

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Die Individualität der Dinge

Kultur-, wissenschafts- und technikphilosophische Perspektiven auf die Bestimmung eines Unbestimmbaren

Sind Dinge wie Personen Individuen? Der Band lotet diese Möglichkeit in unterschiedlichen Kontexten aus.
Heidegger und das Denken der Technik
ab 14,99 €
Erscheinungsdatum: 2008-02-27

Preise inkl. Mehrwertsteuer. Versandkostenfreie Lieferung innerhalb Deutschlands, für Ausnahmen siehe Details

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Heidegger und das Denken der Technik
Der Band eröffnet ein klares Verständnis der schwer zugänglichen Philosophie der Technik bei beim späten Heidegger. Zugleich verfolgt das Buch die Metaphysik- und Technikkritik durch Heideggers gesamtes Werk und eignet sich daher gut als pointierte Einführung in seine Philosophie.
Die Kunst des Möglichen II
ab 25,99 €
Erscheinungsdatum: 2007-10-27

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Die Kunst des Möglichen II

Grundlinien einer dialektischen Philosophie der Technik. Band 2: Ethik der Technik als provisorische Moral

Primäre Aufgabe einer Ethik der Technik ist nicht die bloße Anwendung ›allgemeiner‹ Ethik, sondern die Rechtfertigung spezifischer Regeln eines Handelns mit Technik, die – als Medium – Möglichkeitsräume eröffnet, verändert, verschließt. Angesichts steigender Unsicherheit, Unschärfe und Ungewissheit der Technikfolgen geht es um den Umgang mit Chancen- und Risikopotenzialen. Dabei hat sich eine Ethik der Technik dem Wertpluralismus zu stellen, angesichts dessen sie nach basalen Kriterien des Erhalts des Handelnkönnens fragt. Sie nimmt mithin die klassische Fragestellung der Klugheitsethik auf, die René Descartes zum Konzept einer provisorischen Moral geführt hat. Diese sichert Options- und Vermächtniswerte unseres Handelns jenseits des Wertpluralismus und mündet in Vorschlägen zum »Dissensmanagement«.
Transzendentalphilosophie und Person
ab 38,99 €
Erscheinungsdatum: 2007-09-27

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Transzendentalphilosophie und Person

Leiblichkeit – Interpersonalität – Anerkennung

Leiblichkeit, Interpersonalität und Anerkennung sind zentrale Begriffe einer Philosophie der Person. In einer neuartigen Sichtweise, die sich an transzendentalphilosophischen Ansätzen orientiert, nimmt dieses Buch den Leib zum Ausgangspunkt. Das leibliche Ich wird dabei durch die fundamentale Perspektive auf die zweite Person, das Du, zur Interpersonalität erweitert. In der gegenseitigen Anerkennung der Personen entwickelt sich so die Basis für eine Theorie der Sozialität. Im Begriff der Person konzentrieren sich schließlich diese Facetten und eröffnen den Raum für Ethik, Anthropologie, Kulturwissenschaft und eine systematisch ausgerichtete Transzendentalphilosophie.
Umweltherrschaft und Freiheit
ab 26,99 €
Erscheinungsdatum: 2007-06-27

Preise inkl. Mehrwertsteuer. Versandkostenfreie Lieferung innerhalb Deutschlands, für Ausnahmen siehe Details

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Umweltherrschaft und Freiheit

Naturbewertung im Anschluss an Amartya K. Sen

»Umweltherrschaft« bedeutet, dass wir, indem wir Natur nutzen, eigene Präferenzen auch in fremden Kontexten wirksam werden lassen und sie dabei Anderen aufzwingen. Wie können wir nun diesen Anderen in der Naturbewertung gerecht werden – trotz der Ungewissheit, welcher Umgang mit Natur in ihren Augen gerechtfertigt wäre?
Die Umweltökonomik bedarf dazu alternativer normativer Referenzen. Solche bietet die freiheitsbasierte Wirtschaftsethik von Amartya K. Sen, die in dieser Studie grundlegend analysiert und mit Blick auf Natur weiterentwickelt wird. »Vorläufigkeit« und »Optionenerhalt« folgen als klugheitsethische Orientierungen eines deliberativ zu verhandelnden Umgangs mit Natur.
Facetten des Menschlichen
ab 19,99 €
Erscheinungsdatum: 2007-03-27

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Facetten des Menschlichen

Reflexionen zum Wesen des Humanen und der Person

Das Leitmotiv dieses Buches lautet, dass der Mensch keine »natürliche Substanz« ist, sondern dass das Verhältnis zwischen dem einzelnen Menschen und dem Menschlichen ähnlich verfasst ist wie das Verhältnis eines Lebewesens zum Leben: Ein einzelnes Lebewesen steht in keinem direkten Verhältnis zum Leben, sondern nur vermittels seiner Artzugehörigkeit. In ähnlicher Weise beteiligt sich ein einzelner Mensch am Menschlichen durch seine jeweilige Zugehörigkeit zu einer Gemeinschaft. Diese Erkenntnis macht es verständlich, warum dieses Buch nicht »das Wesen« des Menschlichen zu ergründen versucht. Dieses Wesen, diese Substanz gibt es gar nicht. Es gibt nur Aspekte - Facetten - des Menschlichen, die zwar klar und deutlich begrifflich voneinander unterscheidbar sind, jedoch nicht im Sinne von Substanzen autark existieren können.
Die Kunst des Möglichen I
ab 26,99 €
Erscheinungsdatum: 2006-09-27

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Die Kunst des Möglichen I

Grundlinien einer dialektischen Philosophie der Technik. Band 1: Technikphilosophie als Reflexion der Medialität

Ein großer Teil herkömmlicher Technikphilosophien basiert auf naturalistisch-anthropologischen Grundvorstellungen oder Handlungskonzepten, die bereits nach einem Grundmuster von Technik modelliert und insofern »technomorph« sind. Sie reflektieren nicht den eigenen Standpunkt. Die vorliegende Untersuchung ist der Frage gewidmet, inwiefern die Technizität unserer Weltbezüge hintergehbar ist bzw. was uns wie veranlasst, den Möglichkeitshorizont des Technischen näher zu erschließen. Als »Medialität des Technischen« ist dieser Gegenstand historischer und systematischer Analysen, die im ersten Band die theoretischen, im zweiten die praktischen Aspekte der Fragestellung behandeln. Dabei werden die qualitativen Veränderungen herausgestellt, die die modernen Hochtechnologien aufweisen.
Unbestimmtheitssignaturen der Technik
Neu
28,80 €
Erscheinungsdatum: 2005-10-27

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Unbestimmtheitssignaturen der Technik

Eine neue Deutung der technisierten Welt

Nicht dass eine fundamentale Ungewissheit nicht immer schon zum Leben dazu gehört hätte oder eine mehr oder weniger konstante und universelle Bedingung menschlicher Existenz gewesen wäre, erscheint als Problem, sondern
- dass mit der Erfahrung einer Zunahme von Unbestimmtheit auch eine mit der Gesellschaft vernetzte Tech nik davon betroffen und in den Verunsicherungsprozess einbezogen ist;
- dass gesellschaftliche Freiheits- und Optionsgewinne mit nach haltigen Orientierungsverlusten Hand in Hand gehen;
- dass die technowissenschaftliche Erzeugung von Wissen neuartige Zonen des Nichtwissens mit hervorbringt;
- dass wir nicht wissen können, was wir eigentlich tun sollen und
- dass der Umgang mit diesem Faktum die Startbedingung für eine zeitgemäß-unzeitgemäße Philosophie der Technik darstellt.
Die Beiträge dieses Bandes (u.a. von Dreyfus, Dupuy, Hörning, Hubig, Nordmann und Willke) gehen nicht nur den unterschiedlichen Aspekten dieser Entwicklung nach. Sie unternehmen auch den Versuch, die sozio-technischen Bestimmungsversuche und Vereindeutigungsstrategien abzuschätzen, die in einer radikal modernen Welt durch die Aufgabe einer »Selbstfestlegung im Unbestimmten« (Luhmann) immer aufs Neue herausgefordert werden.
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